Unterhaltungsverband Schunter übergibt Materialien für Gewässerökologische Exkursionen
Im Rahmen des Biologieunterrichts der Qualifikationsphase führt das Gymnasium Anna-Sophianeum regelmäßig gewässerökologische Exkursionen an einem renaturierten Abschnitt der Schunter in Ochsendorf durch. Der gut zugängliche Gewässerabschnitt direkt am Ortseingang bietet ideale Bedingungen für die praktische Arbeit im Rahmen der Unterrichtseinheit „Ökosystem Fließgewässer“.
Die Organisation und Vorbereitung des Exkursionsbereiches erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungsverband Schunter. Ansprechpartner sind Herr Denneberg und Frau Genge, die insbesondere die Terminabsprachen koordinieren und für die Mahd sowie die Begehbarkeit des Gewässerabschnitts sorgen. Der Verband ist für die Unterhaltung von Gewässern II. Ordnung und der dem Wasserabfluss dienenden Anlagen zuständig. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem der Ausbau einschließlich naturnahem Rückbau an Gewässern, der Bau von Anlagen in und an Gewässern, der Erwerb und die Pflege von Flächen und Anlagen zum Schutz der Gewässer sowie die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft. Darüber hinaus engagiert sich der Verband in der Fortentwicklung von Gewässer-, Boden- und Naturschutzmaßnahmen und kann für seine Mitglieder Landschaftspflege- und Naturschutzarbeiten durchführen.
Im Rahmen der Exkursion bestimmen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Anna-Sophianeum wissenschaftspropädeutisch die Gewässergüte des renaturierten Abschnitts gemäß der Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Dabei werden nach einem standardisierten Verfahren biologische, chemische und physikalische Parameter sowie die Gewässerstrukturgüte erfasst. Aus den Einzelergebnissen wird abschließend die Gesamtbewertung ermittelt. Der untersuchte Abschnitt erreicht regelmäßig eine Gewässergüte von 1,5 bis 2 (auf einer fünfstufigen Skala) und erreicht damit einen guten Zustand.
Anlässlich seines 65-jährigen Bestehens im Jahr 2025 hat der Unterhaltungsverband Schunter beschlossen, Schulen, die an seinen Gewässern arbeiten, mit Untersuchungsmaterialien zu unterstützen. In diesem Zusammenhang werden dem Gymnasium Anna-Sophianeum für den Fachbereich Naturwissenschaften folgende Materialien übergeben:
drei Untersuchungskoffer für Wasser- und Bodenanalysen
drei Riesenbecherlupen
sechs Wathosen in verschiedenen Größen
Die Ausstattung ergänzt die gewässerökologischen Untersuchungen in besonderer Weise. So ermöglicht sie unter anderem die Begehung des Gewässers zur Erfassung und Bestimmung wirbelloser Wassertiere sowie die Analyse verschiedener Ionen (Phosphat-, Nitrat-, Nitrit- und Ammonium-Ionen) zur Bewertung des Nährstoffgehalts. Auf diese Weise lassen sich Aussagen über trophische Zustände (oligotroph bzw. eutroph) und ablaufende Stoffwechselprozesse treffen. Auch der Sauerstoffgehalt des Wassers kann bestimmt werden, wodurch Rückschlüsse auf Sauerstoffzehrung, Fäulnisprozesse und mögliche Faulschlammbildung möglich sind.
Die Exkursionen sind fest im Curriculum des Gymnasiums Anna-Sophianeum verankert. Die Lernenden interpretieren Ergebnisse freilandbiologischer Untersuchungen und leiten Aussagen zur Biodiversität ab. Sie präsentieren erhobene Daten zur Toleranz von Organismen gegenüber abiotischen Faktoren, stellen die ökologische Nische als Beziehungsgefüge zwischen Art und Umwelt dar und wenden labor- sowie freilandbiologische Methoden zur qualitativen und quantitativen Arterfassung sachgerecht an. Darüber hinaus planen sie Experimente zur Toleranz gegenüber ausgewählten Umweltfaktoren, führen diese durch, nehmen quantitative Daten auf und werten sie aus. Auch die Analyse von Ökogrammen im Hinblick auf interspezifische Konkurrenz ist Bestandteil der Unterrichtseinheit.
Fachlehrer Jan Kiehne betont die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit und der neuen Ausstattung: „Die gewässerökologischen Untersuchungen an der Schunter bieten unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ökologische Zusammenhänge direkt vor Ort wissenschaftlich fundiert zu erfassen und auszuwerten. Durch die großzügige Unterstützung des Unterhaltungsverbands Schunter mit den neuen Untersuchungskoffern, Becherlupen und Wathosen können wir noch praxisnäher und differenzierter arbeiten als zuvor. Das ist ein großer Gewinn für den naturwissenschaftlichen Unterricht am Gymnasium Anna-Sophianeum und fördert nachhaltiges Umweltbewusstsein in besonderer Weise.“
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass unser Schulgarten eine aufregende Neugestaltung erlebt – wir haben für die 5. Klassen Hochbeete geschaffen, in denen wir mittlerweile Tomaten, Radieschen, Erdbeeren und vieles mehr beim Wachsen beobachten können!
Ziel des Projekts Schulgarten: Unser Schulgartenprojekt zielt darauf ab, einen Ort der Bildung, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft zu schaffen. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, ökologisches Bewusstsein zu entwickeln, Teamarbeit zu fördern und praktische Erfahrungen im Bereich der biologischen Bildung zu sammeln. Durch die Integration des Projekts Schulgarten in die 5. Klassen und in das Fach Biologie möchten wir eine ganzheitliche Lernerfahrung bieten, die über den traditionellen Klassenzimmerunterricht hinausgeht. Von der Erforschung der biologischen Merkmale von Pflanzen bis hin zur Durchführung von Langzeitexperimenten und der Erstellung von Herbarien lernen die Schülerinnen und Schüler praktisch und erlebnisreich.
Die Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt unseres Schulgartenprojekts. Durch die Gestaltung des Gartens mit einheimischen Pflanzen, die Pflege des Ökosystems und die Sensibilisierung für nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion möchten wir dazu beitragen, das Bewusstsein für Umweltschutz und Ressourcenschonung zu stärken.
Aktion Gestaltung Schulgarten im April 2024: Die Neugestaltung unseres Schulgartens war eine gemeinschaftliche Aktion unter der Koordination von Svenja Muth und Ulrike Anspach-Wolf, an der Eltern, Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen sowie Lehrkräfte aktiv teilgenommen haben.
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass unsere Schulgartenaktion im April 2024 ein voller Erfolg war! Gemeinsam haben wir unseren Schulgarten zu einem lebendigen Ort des Lernens und der Nachhaltigkeit gemacht. Seit April 2024 besitzt jede 5. Klasse mehrere Hochbeete, die von den Schüler*innen-Teams der jeweiligen Klassen mit unterschiedlichsten Pflanzen bestückt, gepflegt und abgeerntet werden können.
Im April 2024 haben wir mit viel Enthusiasmus und Einsatz die Beete für die kommende Saison vorbereitet. So haben engagierte Kinder, Eltern und einen Team von Lehrkräften nicht nur die Grundlagen für eine bunte Vielfalt an Pflanzen geschaffen, sondern auch einen wichtigen Beitrag für nachhaltige Entwicklung geleistet.
Durch das aktive Engagement aller Beteiligten konnten wir nicht nur unseren Schulgarten verschönern, sondern auch wichtige Werte wie Teamarbeit, Umweltbewusstsein und Verantwortung vermitteln.
Wir möchten uns herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften bedanken, die an dieser Aktion teilgenommen haben und sie zu einem Erfolg gemacht haben. Euer Einsatz und eure Begeisterung haben dazu beigetragen, unseren Schulgarten zu einem Ort zu machen, an dem wir nicht nur lernen, sondern auch gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft handeln.
Wir freuen uns auf weitere spannende Projekte und Aktionen, die dazu beitragen, unsere Schule und unsere Umwelt positiv zu gestalten.
Mit freundlichen Grüßen, Ulrike Anspach-Wolf und Svenja Muth
Nach dem Projekt ist vor vielen weiteren Projekten
2015 hat sich die Welt – die Regierungen, die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft – ein gemeinsames Ziel in Form der Agenda 2030 gesetzt: ein menschenwürdiges Leben für ALLE, bei gleichzeitigem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen nachhaltig zu ermöglichen. Dabei geht es nicht nur um das Hier und Jetzt, sondern vor allem auch um unsere Zukunft und die Zukunft aller noch folgenden Generationen auf unserer Erde. Dieses Vorhaben an sich ist bereits eine große Herausforderung für alle und der fortschreitende Klimawandel erschwert es noch zusätzlich. Klimaschutz ist also wichtiger als jemals zuvor.
Genau hier wollen und müssen wir als Schule ansetzen. Namhafte Projekte wie z.B. das seit 2011 laufende Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ und regelmäßig stattfindende Aktionen im Schulwald wie die Forschernacht sind bereits feste Bestandteile an unserer Schule (siehe auch https://www.anna-sophianeum.de/category/umweltschule/). Auch die jüngst mit Schüler:innen des 9. Jahrgangs durchgeführte, von der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderte Projektwoche „Low-Emission-Schools in Norddeutschland“ reiht sich ein in die Liste des bisher Erreichten am Anna-Sophianeum (siehe auch https://www.anna-sophianeum.de/jugendliche-handeln-gegen-die-klimakrise/). In der Projektwoche entstanden in Zusammenarbeit mit regionalen Expert:innen großartige Ideen, die darauf abzielen, das Alltagsverhalten aller Beteiligten in unserer Schule nachhaltig zu verändern und damit Treibhausgasemissionen einzusparen. Jetzt heißt es, diese und viele weitere Ideen und Aktionen zu vertiefen und Stück für Stück in die Tat umzusetzen!
Aus diesem Grund haben wir, das sind bisher Frau Anspach-Wolf, Frau Droz und Herr Hosse, die Arbeitsgruppe „Praktischer Klimaschutz am GAS“ gegründet. Allein können können wir die Aufgabe jedoch nicht bewältigen. Daher starten wir hiermit folgenden Aufruf an euch:
Werde Teil der Aktion! Sei dabei!
Lass uns gemeinsam voranschreiten und nachhaltig etwas bewirken!
Wenn du unsere Arbeitsgruppe „Praktischer Klimaschutz am GAS“ in ihrem Vorhaben unterstützen möchtest, also…
du dich für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft einsetzen möchtest,
du Ideen für mehr Nachhaltigkeit an unserer Schule mitbringst,
du weitere Projekte gemeinsam mit uns entwickeln und durchführen möchtest,
kurzum du Interesse hast, das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit mit uns gemeinsam aktiv in unserer Schule auszubauen, bis es irgendwann ganz selbstverständlich zu unserem (Schul-)Alltag dazugehört,
… dann sprich uns in den nächsten Tagen an oder schreibe uns eine Mail an klimaschutz@anna-sophianeum.net (Rückmeldungen bitte spätestens bis 31.01.2023).
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit jedem Einzelnen von euch! Jede:r darf sich angesprochen fühlen, egal wie alt, egal ob Schüler:in, Lehrer:in, Mitarbeiter:in der Schule oder auch interessierte Eltern. Gemeinsam erreichen wir mehr!
Herzliche Grüße
Ulrike Anspach-Wolf, Christiane Droz und Lars Hosse (Initiator:innen der Arbeitsgruppe „Praktischer Klimaschutz am GAS“)
Am 29.09.2023 war es zum zweiten Mal in diesem Jahr wieder so weit: Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Schöninger Gymnasiums Anna-Sophianeum machten sich auf, im schuleigenen Wald zu forschen und zu campen. Seit der Coronapandemie bietet das Gymnasium zweimal jährlich seinen Schülerinnen und Schülern ein Forschercamp an. Pädagogisches Ziel ist es, dass die Kinder zusammen mit Mitschülern und einigen Lehrkräften aus ihrem hektischen Alltag herauszukommen und entschleunigt die Natur bei viel Spaß erfahren und genießen können. Nach Ankunft im Schulwald errichteten die Schülerinnen und Schüler ein Zeltlager in der Nähe der Forschungsstation, das als Material- und Proviantlager dient. Als Ersterkundung des weitläufigen Schulwaldgeländes suchten die Kinder von den Lehrkräften versteckte „Schätze“, die abends am Lagerfeuer gegrillt werden sollten. Anschließend machten sich die Schülerinnen und Schüler an den diesmaligen Forschungsschwerpunkt, die Untersuchung der botanischen Artenvielfalt im Schulwald, wobei das vormalige Forschercamp im Zeichen der Bodenfauna stand.
Zusammen mit ihren Lehrkräften untersuchten die Kinder die Bäume und Sträucher des Schulwaldes. Zu den duzenden 2011 gepflanzten Baumarten gesellten sich in den Jahren zahlreiche weitere Baum- und Straucharten hinzu. Auch viele verschiedenen Fruchtbaumarten wie Apfel, Kirsche und Birne verschiedenster Sorten sind im Schulwald heimisch, sodass die Schülerinnen und Schüler allerhand Schwieriges zu bestimmen hatten. Bevor es nach getaner Forschungsarbeit aber ans rustikale Nudel-Abendessen gehen konnte, wurden noch die Schultelekope für die geplanten Mondbeobachtungen in Stellung gebracht und von den Kindern an entfernt stehenden Windrädern justiert. Geplant waren Erkundungen des östlichen „Mondmeeres der Gefahren“ (Mare Crisium) und seiner Umgebung. Dafür konnten die Kinder am abendlichen Lagerfeuer singen, die gefundenen Marshmallow-Schätze rösten und im Dunkeln durch den verzaubert wirkenden Schulwald streifen. Nach einer kurzen Nacht wurden die erschöpften, aber glücklichen Kinder von ihren Eltern abgeholt. Die Lehrkräfte sind sich einig, das nächste Forschercamp kommt gewiss, denn die Kinder profitieren emotional, sozial und ökologisch enorm davon und haben jede Menge Spaß.
Wir lernen ganzheitlich mit Kopf, Herz und Hand; mit Verstand, Gemüt und Körper
Projekte
Lernen, das wissen wir alle, ist mehr als nur die reine Wissensaneignung, mehr als nur die Vorbereitung auf eine Klassenarbeit oder die nächste Prüfung. Doch manchmal verlieren wir dies aus dem Blick und genau aus diesem Grund war die Projektwoche 2023, die auf Initiative der Schülervertretung entstand, ein notwendiger Schritt für uns als Schule dem Lernen wieder neu und anders zu begegnen.
In der diesjährigen Projektwoche, die vom 19.06. – 22.06.2023 am Gymnasium Anna-Sophianeum stattfand und am 23.06.2023 mit dem Sommerfest abgerundet wurde, gab es ein vielseitiges Projektangebot, an dem sich die Schüler:innen des 5. Jahrgangs bis zur Q1 jahrgangsübergreifend ausprobieren konnten und gemeinsam voneinander lernten. Von A wie Abenteuerspiele bis hin zu Z wie Zirkus entstand durch das Engagement der Lehrerschaft, der Mitarbeiter:innen, der Schülerschaft und unseren externen Partner:innen eine bunte, abwechslungsreiche und alternative Schulwoche.
Es ging bereits bei der Ideenentwicklung nicht nur darum, sich mit einem bestimmten Thema oder einer Fragestellung auf kognitiver Ebene zu beschäftigen, sondern im Mittelpunkt sollte das Ausprobieren stehen. Es sollte darum gehen, etwas anders und anderes zu machen; etwas Neues wie z.B. Häkeln oder Stricken zu lernen. Und auch im Sinne der Nachhaltigkeit ging es darum, scheinbar Altes oder vermeintlich Unbrauchbares in neuem Glanz erscheinen zu lassen.
So wurde zum Beispiel im Bereich Handwerk ein altes Schreibpult restauriert und in Projekten zum Thema Upcycling wurden aus alten Alltagsgegenständen neue nützliche Güter erzeugt oder aus alten Stoffresten designten und nähten die Schüler:innen neue T-Shirts, welche dann beim Sommerfest selbstbewusst präsentiert wurden.
Im schuleigenen Garten kam es zu Um- und Neupflanzungen und auch Nisthilfen und Bienenhotels, welche auch auf dem Sommerfest von den Schüler:innen der Projektgruppe Artenvielfalt versteigert wurden, entstanden in diesem Rahmen. Das bunte Treiben im Schulgarten wurde durch das Projekt Batik ergänzt. Selbstgestaltete Kleidungsstücke und Taschen zierten die gespannten Wäscheleinen und nebenan wurde auf dem Lagerfeuer Stockbrot oder ein leckerer Eintopf zubereitet. Und weil der Garten so viele Möglichkeiten bietet, wurde dort auch gehämmert, gesägt und geschraubt, denn schließlich sollten auch die durchs Wetter angegriffenen Sitz- und Arbeitsgelegenheiten auf Vordermann gebracht werden. Die Geräuschkulisse war dabei nicht nur von singenden Vögeln des Gartens geprägt, sondern auch die Klänge der Musikprojekte, die ihre Instrumente und neuen Stücke für das Sommerfest und das Stadtjubiläum einübten, gestalteten den Klangraum Schulgarten. Zwischenzeitlich war auch die Musik vom Projekt Linedance, die ihre Tanzprobe kurzerhand in den Mittelpunkt des Gartens verlegte, zu hören. Bewegung gab es auch in der Sporthalle. Hier standen die Themen Körper sowie Fitness auf dem Programm und auch das Zirkusprojekt nutzte die Sportmatten, um sich akrobatisch auszutoben. Sportliche Dauergäste waren wir nicht nur auf dem Beachvolleyballfeld des MTV Schöningen, sondern auch im Badezentrum Negenborn. Hier initiierte unser Schüler Fynn Baumann das Projekt Rettungsschwimmen. Das Thema der Lebensrettung wurde der gesamten Schulgemeinschaft durch die Unterstützung der DLRG beim Sommerfest nähergebracht. Dieser Aspekt fand sich auch im Projekt „Der Hund“ wieder, welches – ganz nebenbei erwähnt – eine unfassbar große Anwahl durch die Schüler:innen erfuhr. Die Rettungshundestaffel Helmstedt e.V. informierte über ihre wichtige Arbeit und brachte wie auch der Jagdgebrauchshundeverein den Hund in den Lebensraum Schule. Doch Hunde können noch viel mehr: Sie sind auch Model. Das Projekt „Digitale Landschafts- und Objektfotografie“ holte die Hunde und andere Motive vor die Kamera und lichtete beim Sommerfest Freiwillige im Portrait ab. Die Gruppe war aber nicht das einzige Projekt, das sich mit einer Kamera durch Schöningen bewegte. Filme über die Stadt wurden gedreht und ein Liveticker im Rahmen „Anna-Sophianeum goes Social Media“ (Instagram: anna.sophianeum) informierte die Öffentlichkeit über die Aktionen und Aktivitäten in und um die Projektwoche. Die Schüler:innen dieses Projektes mussten den ein oder anderen Fußmarsch hinter sich bringen, um alle Projekte zu besuchen. Das emsige Treiben fand nämlich an vielen weiteren Orten Schöningens statt. Zu Gast durften wir nicht nur im Jugend- und Freizeitzentrum der Stadt Schöningen sein, um den Ort mit dem Duft von Kuchen und Keksen zu füllen, sondern wir trieben uns auch in der Küche der Hauptschule Eichendorffschule herum, um Leckereien aus unseren Partnerschulländer zu kochen und zu backen. Die Küche der St. Lorenz Kirche ermöglichte es uns, nach Omas und Opas Rezepten zu kochen, um so zum „täglich Brot“, welches u.a. aus Kartoffelsalat und Boulette bestand, zu kommen. Als weitere schulische Lernorte wurden Kleingartenvereine besucht, der Elm als Outdoorspielplatz genutzt und Geocaching-Touren entdeckt. Das Theaterprojekt #1275 begab sich im Rahmen des Stadtjubiläums auf Entdeckertour durch die Historie der Stadt und konnte beim Sommerfest eindrucksvoll zeigen, das Stadtgeschichte nicht verstaubt, sondern sehr lebendig ist. Kulturell ging es auch im Projekt „Crashkurs Ukrainisch – Voneinander lernen!“ zu. Die deutschen Schüler:innen veränderten ihre Perspektive, denn nun waren sie diejenigen, die eine neue Sprache und Traditionen kennenlernten. Diese kulturelle Begegnung zeigt, dass Lernen auch eine zwischenmenschliche Komponente beinhaltet.
Wissenschaftlich anspruchsvoll ging es sowohl im Projekt MeerWissenSchaft als auch im Vortrag von Herrn Dr. Sam Essiamah vom Verein Schulwälder für Westafrika e.V. zu, der im Rahmen unserer malischen Schulpartnerschaft am Beispiel seines Heimatlandes Ghana sowie Malis auf die entwicklungspolitischen Herausforderungen der Baumpflanzung in Regenwald- und Trockengebieten einging (s. auch der dazugehörige Artikel auf der Homepage: https://www.anna-sophianeum.de/vortragstag-mit-dr-sam-essiamah-vom-verein-schulwaelder-fuer-westafrika-e-v/). Im Bereich der angewandten Mathematik führten drei Mathematikerinnen unserer Schule die Teilnehmer:innen in das Feld der Kryptografie ein. Unter der Fragestellung „Geheim ist geheim?“ beschäftigten sie sich mit dem Themenfeld der sicheren Kommunikation. Strategisch wurde es auch im Bereich des Spiels: klassische Kartenspiele standen ebenso wie Brettspiele und die Entwicklung eines Escapespiels auf der Projektagenda.
Sommerfest
Lernen bedeutet auch, Lösungen für Probleme und Unvorhergesehenes zu finden und darin waren viele Akteur:innen am Vormittag des Sommerfestes phänomenal, denn mit dem Unwetter am Donnerstag und dem Dauerregen am Freitag musste das ein oder andere neugedacht und anders umgesetzt werden.
Kurzerhand wurden umgeknickte Bäume durch Sekretärinnenhände beiseitegeschoben und durch Biologen mittels Kettensäge entfernt. Alle für den Außenbereich geplanten Aktionen mussten nach Innen verlegt werden: Die Pausenhalle wurde so zu einem sehr lebhaften und betriebsamen Ort. Sie war Verkaufs- und Musikhalle, Auktions- und Kaffeehaus, Laufsteg und Präsentationsfläche. Kein Wunder, dass die „Räume der Stille“ wie das spontan eingerichtet Elternkaffee in den Klassenräumen des fünften Jahrgangs großen Zulauf erfuhren oder dass die Fantasiereisen spontan einfach doppelt so häufig angeboten wurden. Auch der Vortrag unseres Schülers Joschua Müller, der von seiner einzigartigen Expeditionsreise ins Silicon Valley berichtete, bot am Ende nur noch Stehplätze an. Ebenso gut besucht waren die Vorführungen der bundesweit erfolgreichen Tanzgruppe „Monumentos“ des TC Schöningen sowie die Zirkusvorführungen in der Sporthalle. Darüber hinaus besuchten viele Besucher:innen in einem Rundgang durch die Schule das Projekt „OnePot“, das ein Heft mit allen Gerichten zum Nachkochen anbot, und das Projekt „Fairtrade“, das Einblicke in die Welt des gerechten und ungerechten Handels und Konsums verdeutlichte. Auch das eigens produzierte Hörspiel konnte ordentlich Besucher:innen anziehen und die künstlerischen Werke, wie z.B. der 40 Meter (!) lange kunsthistorische Zeitstrahl machten an den Wänden einen großen und bleibenden Eindruck.
Eindrucksvoll war so vieles: die unzähligen Stückchen Kuchen und hunderte Bratwürste und Brötchen, die über den Tresen gingen, die Logistik des Abwaschs, der Einsatz der Schüler:innen der Q1 beim Getränke- und Eisverkauf, die Spenden und Hilfen bei der Durchführung und des Abbaus durch die Elternschaft, die Unterstützung durch den Schulsanitätsdienst und die Kooperation mit dem DRK Kreisverband Helmstedt und dem Jugendrotkreuz Schöningen sowie mit der Kreismusikschule Helmstedt; die finanziellen Mittel der Firma Landwind (Gevensleben) und FIBAV (Königslutter), des Marktkauf Schöningen, der Volksbank Wolfenbüttel /Schöningen, des Bankhaus Rautenschlein (Schöningen) und des Ehemaligen- und Schul-unterstützungsverein des Gymnasium Anna-Sophianeum (ESUV).
Allen helfenden Händen, die zu einem ganzheitlichen Gelingen dieser Woche mit Kopf, Herz und Hand; mit Verstand, Gemüt und Körper beigetragen haben, sei an dieser Stelle von Herzen gedankt.
Wir bedanken uns als Planungsgruppe für das Engagement, die Freude und den Spaß, für die Neugier und die Lust, Schule als Lernort zu betrachten, der von und für die Gemeinschaft lebt.
Am 05.10.2022 wurde das Gymnasium Anna-Sophianeum zum nunmehr neunten Mal in Folge mit dem Titel „Umweltschule in Europa“ für sein Engagement im Umwelt- und Klimaschutz ausgezeichnet. In voller Vorfreude reisten deshalb Frau Anspach-Wolf und Herr Kiehne vom Gymnasium Anna-Sophianeum zur Georg-August-Universität nach Göttingen, wo die diesjährige Auszeichnungsveranstaltung stattfand. Vor Ort erwartete die beiden ein kleines Festprogramm, in dessen Rahmen ausgewählte Schulen ihre Arbeitsergebnisse vorstellten. Im Vordergrund des zurückliegenden dreijährigen Projektzeitraumes standen zwei große Handlungsfelder: Zum einen wurde der seit 2012 existierende Schulwald des Anna-Sophianeum auf die vierfache Größe von nunmehr 2 Hektar zu einem außerschulischen Lernort erweitert, zum anderen entwickelte eine Schülergruppe im Rahmen ihres sozialen Projektes einen regionalen Ernährungskompass zur Förderung des Tier- und Umweltschutzes. „Die Erweiterung des Schulwaldes hat sich zu einem regelrechten Leuchtturmprojekt unserer Schule entwickelt, von den rund 80000 Euro Fördermitteln der LEADER-Region Grünes Band im Landkreis Helmstedt und der Bürgerstiftung Ostfahlen konnten beispielsweise überdachte Sitzgruppen, eine Forscherstation in Blockbohlenbauweise, Schulfahrräder, Materialien für eine schuleigene Imkerei und vieles mehr finanziert werden. Auf diese Weise wird auch in Zukunft die Umweltbildung für eine nachhaltige Entwicklung an unserer Schule einen hohen Stellenwert haben“, so Ulrike Anspach-Wolf, Koordinatorin des Schulwaldprojektes am Anna-Sophianeum.
Das Fach Biologie ist für dich neu. Dabei geht es vor allem um das Leben: Um den Menschen, um Tiere und Pflanzen. Viele der Themen kennst du schon aus dem Sachunterricht. Gerne möchten wir dir das Fach an unserer Schule näher vorstellen. Klicke auf das Bild für eine kurze Einführungspräsentation:
Vielleicht ist dir das im Zoo ja auch schon aufgefallen – obwohl sie alle Füchse sind, sehen Wüstenfuchs, Rotfuchs und Polarfuchs doch sehr verschieden aus.
Vor allem die Größe ihrer Ohren unterscheidet sich stark.
Wir stellen uns die Frage:
Warum haben die Füchse unterschiedlich große Ohren?
Da die drei Arten in unterschiedlichen Temperaturzonen der Erde leben, liegt die Vermutung nahe:
Die Regulation der Körpertemperatur könnte ein Grund sein. Der Wüstenfuchs muss sich eher abkühlen, während der Polarfuchs möglichst wenig Wärme abgeben sollte.
Das wollen wir genauer untersuchen. Für den Versuch benötigst du folgendes Material:
2 gleich große Gläser mit warmem Leitungswasser (sie stellen die beiden Fuchskörper dar)
2 große Esslöffel (Ohren des Wüstenfuchses)
2 kleine Teelöffel (Ohren des Polarfuchses)
2 Thermometer
Stoppuhr
… und so sollte dann dein Versuchsaufbau aussehen:
Miss nun 5 Minuten lang alle 30 Sekunden die Temperatur in den beiden Gläsern. Hier in der Tabelle kannst du deine Beobachtungen notieren:
Was fällt dir auf? Kannst du die Frage vom Anfang beantworten? Trifft unsere Vermutung zu?
Die Auflösung gibt es im Biologieunterricht am Anna-Sophianeum
Zum Abschluss noch ein Rätsel: Wie gut kennst du dich jetzt schon mit dem neuen Fach Biologie aus? Findest du die 8 Wörter, die zur Biologie passen und sich senkrecht, waagerecht oder diagonal in diesem „Suchsel“ verstecken?
Das Rätsel zum Ausdrucken und die Auflösung findest du hier: Rätsel (PDF Download)