Law4School zu Cybermobbing, Cybergrooming und Medienkompetenz

Das Gymnasium Anna-Sophianeum macht stark für die digitale Welt: Informationsreihe Law4School

Wie können Kinder und Jugendliche sicher durch die digitale Welt navigieren? Welche rechtlichen Folgen haben Cybermobbing, das unerlaubte Verbreiten von Bildern oder Cybergrooming? Und was können Eltern konkret tun, um ihre Kinder zu schützen?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine umfassende Informationsreihe am Gymnasium Anna-Sophianeum, die sich praxisnah und deutlich den Herausforderungen digitaler Medien widmete – und dabei sowohl Eltern als auch Schülerinnen und Schüler in den Blick nahm.

Während die Eltern im Rahmen eines Informationsabends konkrete Handlungsempfehlungen, rechtliche Hintergründe und Unterstützungsangebote erhielten, arbeiteten parallel die gesamten Jahrgänge 6 und 8 altersgerecht an denselben Themenschwerpunkten.

Für die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs wurde dabei der Grundstein gelegt: Sensibilisierung für Cybermobbing, Cybergrooming, Recht am eigenen Bild, sichere Nutzung von Messenger-Diensten sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit sozialen Netzwerken standen im Mittelpunkt. Ziel war es, frühzeitig Orientierung und Sicherheit im digitalen Raum zu vermitteln. Im 8. Jahrgang wird das Thema bewusst erneut aufgegriffen – als Wiederaufnahme und Vertiefung zu Beginn der Pubertät. In einer Lebensphase, in der soziale Medien, Selbstdarstellung und Gruppendynamiken eine noch größere Rolle spielen, wurden die Inhalte reflektiert, erweitert und an die veränderte Lebenswirklichkeit der Jugendlichen angepasst. Das Konzept folgt damit einem spiralförmig angelegten Medienbildungsgedanken: Inhalte werden nicht einmalig behandelt, sondern altersangemessen wiederholt, vertieft und weiterentwickelt.

Im Mittelpunkt der gesamten Reihe standen Themen wie Cybermobbing, Cybergrooming, das Recht am eigenen Bild, Urheberrecht, Fake News sowie konkrete Handlungsempfehlungen für den Familienalltag. Dabei ging es nicht nur um theoretische Informationen, sondern um ganz konkrete Hilfestellungen: Beweise sichern, Profile melden und sperren lassen, rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen sowie Anlaufstellen kontaktieren.

Besonders eindrücklich wurde auf die strafrechtlichen Konsequenzen hingewiesen, die beispielsweise bei Beleidigung, Verleumdung, Nachstellung oder sexueller Kontaktanbahnung im Netz greifen können. Ebenso wurde deutlich gemacht, dass auch Eltern Verantwortung tragen – etwa beim Veröffentlichen von Fotos ihrer Kinder oder beim Umgang mit Messenger-Diensten.

Christiane Richter, Beratungslehrerin der Schule, betonte die Bedeutung dieses ganzheitlichen Ansatzes: „Unsere Kinder wachsen ganz selbstverständlich in einer digitalen Welt auf. Umso wichtiger ist es, dass wir sie – und auch ihre Eltern – damit nicht alleine lassen. Schule darf hier nicht nur Lernort sein, sondern muss auch Schutzraum, Beratungsstelle und Wegweiser sein. Mit unserem spiralförmigen Konzept stellen wir sicher, dass Medienkompetenz nicht nur einmal angesprochen, sondern nachhaltig aufgebaut wird.“

Ermöglicht wurde die Informationsreihe über den schuleigenen „Ehemaligen- und Schulunterstützungsverein (ESUV)“ durch die großzügige Unterstützung der Volksbank Wolfenbüttel. Herr Andreas Jung von der Volksbank unterstrich dabei den langfristigen Anspruch des Engagements: „Wir möchten nachhaltig wirken. Strohfeuer sind nicht unser Ziel. Wenn wir Projekte unterstützen, dann mit dem Anspruch, dauerhaft etwas zu bewegen – gerade bei so wichtigen Themen wie der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen.“ Die Schule plant, die digitale Bildung auch künftig kontinuierlich weiterzuführen. Denn eines wurde in allen Veranstaltungen deutlich: Medienkompetenz ist eine Gemeinschaftsaufgabe – und sie wächst mit den Kindern mit.