Schöningen. Ein besonderes kulturelles Highlight erwartete die Jahrgänge 9 und 10 des Gymnasiums Anna-Sophianeum am Freitag, den 20. Februar 2026: In der Pausenhalle gastierte das White Horse Theatre mit dem englischsprachigen Stück „Sticks and Stones“ – einem eindrucksvollen Theaterstück zum Thema Mobbing.
Die Aufführung fand komplett in englischer Sprache statt, da die Schauspielerin und die beiden Schauspieler Muttersprachler waren. Somit boten sie den Schülerinnen und Schülern nicht nur ein authentisches Hörverstehen, sondern auch eine intensive Auseinandersetzung mit einem hochaktuellen Thema. Im Mittelpunkt des Stücks standen Jugendliche, die mit Ausgrenzung, Beleidigungen und körperlicher Gewalt konfrontiert waren. Eindrücklich zeigte die Inszenierung, wie verletzend Worte und Taten sein können – und dass das „Wegsehen“ der anderen das Problem oft verschärft.
Gleichzeitig machte „Sticks and Stones“ Mut: Das Stück vermittelte klare Botschaften darüber, was Betroffene gegen Mobbing unternehmen können, welche Rolle Freundinnen und Freunde spielen und an wen man sich wenden kann, wenn man Hilfe braucht. Lehrer und Beratungslehrer sowie Mitschülerinnen und Mitschüler wurden dabei als wichtige Unterstützer hervorgehoben. Besonders eindrucksvoll war, wie die Figuren im Verlauf der Handlung die Schülerinnen und Schüler aufforderten, füreinander einzustehen, Verantwortung zu übernehmen und gegen Mobbing aufzustehen.




Die minimalistische Bühnenausstattung lenkte den Fokus ganz auf das intensive Spiel der Schauspielerinnen und Schauspieler, die mit viel Energie und Authentizität überzeugten. „Im Stück wurde auf einfache, aber eindrucksvolle Weise dargestellt, was Mobbing bewirken kann und was man dagegen unternehmen kann. Dass das Publikum mit einbezogen wurde, hat die Botschaft besonders verstärkt.“ (Anakin 9b)
Im Anschluss an die Vorstellung hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, Fragen zu stellen. In einem offenen Gespräch erkundigten sie sich sowohl nach der Entstehung des Stücks als auch nach dem Berufsalltag der Darstellenden. Dabei stellte sich heraus, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler mehrere Monate im Jahr durch Deutschland touren, um englisches Theater direkt an die Schulen zu bringen. Das Publikum nutzte die Fragerunde rege – es ging um Lampenfieber, Probenarbeit, Lieblingsrollen und darum, wie realistisch die dargestellten Mobbing-Situationen seien. Die Schauspieler betonten, dass viele Szenen auf realen Erfahrungen basieren und sie das Thema bewusst sensibel und lebensnah umsetzen wollten.
Mit viel Applaus endete eine Veranstaltung, die nicht nur die Englischkenntnisse förderte, sondern vor allem zum Nachdenken anregte. Das Theaterstück setzte ein deutliches Zeichen gegen Mobbing – eine Botschaft, die am Gymnasium Anna-Sophianeum groß geschrieben wird.
