Schülerinnen und Schüler der Q1 am Gymnasium Anna-Sophianeum Schöningen erleben „Die Dreigroschenoper“ nicht nur im Unterricht sondern auch live im Theater.
Am Montag, den 16. März 2026, fuhren die Schülerinnen und Schüler des Kurses Darstellendes Spiel von Frau Lobach und des Deutsch-Leistungskurses von Frau Ostermeyer, beide Q1 am Gymnasium Anna-Sophianeum in Schöningen, zum Harztheater nach Halberstadt. Passend zum Unterrichtsthema: Bertolt Brecht und das Epische Theater besuchten sie „Die Dreigroschenoper“.
Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler von der Hausregisseurin Frau Vogtenhuber-Freitag eine kurze Einführung in das Stück. Es wurden wichtige historische und biografische Hintergründe zu Brecht und den 1920er Jahren sowie zentrale Aspekte der Handlung des Stückes erklärt. Dadurch wurden alle auf die Aufführung vorbereitet. Der Kurs Darstellendes Spiel, welcher der erste Abiturprüfungskurs am Gymnasium Anna-Sophianeum darstellt, hatte sich im Unterricht mit dem Inhalt der Oper und Brechts besonderen Inszenierungstechniken bereits beschäftigt. Sodass durch die Einführungsveranstaltung vor allem der Blick auf die theatralen Gestaltungsmittel geschärft wurde.
Schon zu Beginn der Inszenierung wurde ein Überraschungseffekt eingesetzt. So begann die erste Szene nicht wie sonst üblich mit dem typischen allseits bekannten Song „Und der Haifisch, der hat Zähne“, sondern mit einer Gesprächsrunde, in der verschiedene 1920er Jahre-typische Aspekte wie schöne Kleider, wichtige Persönlichkeiten usw. zusammengetragen wurden. Schnell wurde deutlich, dass das oft stilisierte Image dieses Jahrzehnts in Kontrast zur historischen Realität steht. Nach dem Auftakt, der bereits zum Nachdenken anregte, erklangen die ersehnten Töne des Vorspiels zur Moritat von Mackie Messer gespielt vom Orchester. Dieses befand sich im Orchestergraben und wurde vom Chefdirigenten und Intendanten des Harztheaters, Herrn Rieger, persönlich geleitet. Die Schülerinnen und Schüler des Darstellendes Spiel-Kurses sangen dabei sogar leise mit. Sie kannten den Text aus ihrer letzten Klausur, in der sie selbst eine Inszenierung dieses Songs vornahmen.
Die Darstellung der Figuren, die pragmatischen Kulissen und einfachen Brecht-typischen Requisiten, wie ein weißes Sofa auf Rollen oder ein Glaskasten als Gefängnis, aber auch die eingängigen musikalischen Elemente trugen dazu bei, die Handlung spannend und anschaulich zu gestalten- episch eben.
Die Schülerinnen und Schüler waren von der Aufführung begeistert. „Das Stück war nicht schön, aber hervorragend inszeniert.“ sagte Finja Mielnik. Leonie Bruns ergänzte: „Mein Gänsehaut-Moment war der, als alle Schauspielerinnen und Schauspieler rund um das Publikum standen und gemeinsam im Chor sangen.“
Der Theaterbesuch war ein voller Erfolg und nicht nur eine Abwechslung, sondern auch eine inhaltliche Ergänzung zum Unterricht, die die Begeisterung für Theater und Literatur weiter intensivierte.
Was als grundlegende Projektidee in einer Schulprojektwoche begann, hat zwei junge Forschende bis in den Landeswettbewerb von Jugend forscht geführt. Lukas Bucan und Tara Mertins untersuchten im Rahmen ihres Projekts „Altes Wissen neu Denken: unscheinbares Unkraut als neue Perspektive in der Onkologie“ die Wirkung von Zinnkraut-Extrakt auf Brustkrebszellen – mit bemerkenswerten Ergebnissen.
Die Idee entstand während einer BNE-Projektwoche am Gymnasium Anna-Sophianeum zum Thema „Falsche Heiler“. Dabei stießen die Schülerinnen und Schüler auf die teilweise umstrittene österreichische Kräuterexpertin Maria Treben und ihr Buch „Heilkräuter aus dem Garten Gottes“, in dem Zinnkraut zahlreiche heilende Eigenschaften zugeschrieben werden. Aus dieser Beschäftigung entwickelte sich eine Forschungsfrage: Könnten Inhaltsstoffe dieser Pflanze tatsächlich biologische Effekte auf Krebszellen haben?
Seit der Projektwoche arbeiten Bucan und Mertins kontinuierlich an ihrem Projekt und führten ihre Experimente im Kerstin-Reimer-Labor der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durch. Betreut wurden sie von der Laborleiterin Dr. rer. nat. Sarah Strauß, unterstützt vom wissenschaftlichen Team des Labors. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand der Einfluss von Zinnkraut-Extrakt auf eine aggressive Brustkrebszelllinie (MDA-MB-231). Diese wurde mit gesunden Brustepithelzellen verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Extrakt die Vermehrung der Krebszellen hemmen und gezielt programmierten Zelltod (Apoptose) in den Tumorzellen auslösen kann. Darüber hinaus deuteten die Versuche darauf hin, dass der Extrakt Makrophagen – wichtige Zellen des Immunsystems – stimulieren könnte.
„Unsere Ergebnisse sind vielversprechend, lassen sich aber noch nicht verallgemeinern“, erklären die beiden Nachwuchsforschenden. Die Experimente wurden bislang nur in wenigen Durchläufen durchgeführt und beschränkten sich auf eine einzige Zelllinie. Weitere Untersuchungen wären notwendig, um die Beobachtungen zu bestätigen.
Während ihrer Arbeit konnten Bucan und Mertins moderne molekularbiologische Methoden kennenlernen und selbst anwenden, darunter PCR-Array sowie Caspase-3/7-Assays zur Untersuchung von Zelltodprozessen. Viele der Inhalte knüpften dabei direkt an Themen aus dem Biologieunterricht an.
„Wir haben uns riesig über den Erfolg gefreut. Besonders spannend war für mich, dass ich viele Dinge aus dem Biologieunterricht tatsächlich im Labor anwenden konnte“, freut sich Tara Mertins.
Ein großer Teil der Forschungsarbeit entstand in den Ferien. Unterstützt wurden die Jugendlichen von den Wissenschaftlerinnen des Labors – bemerkenswert: Alle fest angestellten Mitglieder des Teams sind Frauen. Die Zusammenarbeit ermöglichte den Nachwuchsforschenden einen intensiven Einblick in den Alltag moderner biomedizinischer Forschung. Der Einsatz zahlte sich aus: Beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht erreichte das Projekt den 1. Platz in der Sparte Biologie und erhielt zusätzlich einen Sonderpreis im Bereich Medizin. Damit qualifizierten sich die beiden für den Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld.
Das Projekt zeigt deutlich, wie mit dem passenden Engagement aus einer Schulidee ein ernstzunehmender Forschungsansatz entstehen kann.
UPDATE: Beim Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld konnte das Duo den zweiten Platz erreichen. Herzlichen Glückwunsch!
Würdiger Abschluss des Sozialen Projektes – Schüler:innen des Gymnasiums Anna-Sophianeum übergeben gewaltige Spendensumme an das Kinderhospiz Löwenherz
Mit großem Stolz und Dankbarkeit für die vielen großzügigen Spenderinnen und Spender übergaben die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Anna-Sophianeum die gewaltige Spendensumme in Höhe von 856,54 Euro an Detlef Mauritz vom Kinderhospiz Löwenherz. Die Summe stammt aus dem Sozialen Projekt „Kampf dem Krebs“, dessen Höhepunkt eine selbst organisierte Benefiz-Kinderdisko bildete. Der gesamte Erlös wurde ohne Abzüge gespendet. Sämtliche Auslagen für Organisation, Materialien und Durchführung wurden von den Auslegenden privat übernommen.
Im Rahmen ihres Sozialen Projekts im Rahmen des Seminarfachunterrichtes hatten die Schülerinnen und Schüler bereits zuvor eine DKMS-Typisierungsaktion sowie eine Informationsveranstaltung zum Thema Palliativmedizin organisiert. Mit der Kinderdisko setzten sie schließlich einen ebenso fröhlichen wie erfolgreichen Schlusspunkt. Die Pausenhalle verwandelte sich in eine lebendige Tanzfläche, während für Eltern ein separates Abendprogramm mit Unterhaltung und alkoholfreien Cocktails angeboten wurde. Neben Musik, Lichteffekten und Animation sorgte insbesondere ein gemeinsamer Tanz zu „Cotton Eye Joe“ für Begeisterung.
Der betreuende Lehrer Bengt Hagelstein zeigte sich tief beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen: „Die Schülerinnen und Schüler haben hier Außergewöhnliches geleistet. Der gesamte Kurs hat von der Ideenfindung über die Planung bis zur Durchführung in drei aufwändigen Veranstaltungen stets eine beeindruckende Haltung gezeigt. Ich bin unglaublich stolz auf diese jungen Menschen – und die gesamte Schulgemeinschaft des Gymnasium Anna-Sophianeum ist es ebenso. Dieses Projekt zeigt, wie viel Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist und echtes soziales Engagement in unserer Schülerschaft steckt!“
Mit der Spendenübergabe findet das Soziale Projekt „Kampf dem Krebs“ einen würdigen Abschluss – und hinterlässt ein starkes Zeichen gelebter Solidarität.
Nach einer halbjährigen Vorbereitung mit den Themen Ausdauer, Kraft, Koordination, alpine Gefahren, FIS-Regeln und Erste Hilfe ging es am 11. Januar 2026 in den frühen Morgenstunden endlich los und wir erreichten am Ende einer zehnstündigen Busfahrt unser Ziel in Tirol: die Olympia-Sportregion in Seefeld.
Nach organisatorischen Pflichten wie Skipassausgabe, Skiausleihe, Zimmereinteilung und der Vorbesprechung in den Skigruppen begann der Skikurs am nächsten Morgen um 9 Uhr.
Dabei konnten wir uns auf Ullr, in der nordischen Mythologie der Gott des Winters, vollends verlassen. Die gesamte Woche herrschten perfekte Bedingungen, Naturschnee und Sonnenschein! Nach insgesamt vier Skitagen bescheinigten wir Sportlehrerinnen und Sportlehrer allen Kursen unterschiedlicher Niveaustufen durchweg positive Lernfortschritte, sodass am Freitag die abschließende Skitour durch das Skigebiet alle Gruppen zur Seewaldalm führte, wo auf der sonnigen Terrasse eine leckere Pizza auf uns wartete. Abgerundet wurde das Wochenprogramm durch die abendliche Fackelwanderung rund um den Wildsee.
Abschließend möchten wir Sportlehrerinnen und Sportlehrer uns bei allen Schülerinnen und Schülern bedanken. Wir haben uns immer auf euch verlassen können und ihr habt durch eure stets positive Stimmung zum Gelingen dieser Fahrt extrem viel beigetragen.
Nachhaltigkeit braucht Demokratie und Mobilität braucht politische Verantwortung – meine Teilnahme an der 86. Young Leaders Akademie in Paderborn
Ein Bericht von Hanna Witt, Q-Phase am Gymnasium Anna-Sophianeum
Ich hatte die besondere Gelegenheit als Schülerin des Gymnasiums Anna-Sophianeum in Schöningen an der 86. Young Leaders Akademie in Paderborn teilzunehmen. Nach einem Auswahlverfahren unter zahlreichen Bewerberinnen und Bewerbern wurde ich für dieses Programm ausgewählt, das junge Menschen dazu ermutigt, sich aktiv mit gesamtgesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Young Leaders ist eine Organisation, die Jugendliche in ihrem Denken und Handeln stärkt und Räume für Austausch, Diskussion und Mitgestaltung schafft. In verschiedenen Workshops konnte ich eigenen Interessen nachgehen und mit Fachleuten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ins Gespräch kommen. Gemeinsam mit jungen Menschen aus ganz Deutschland setzte ich mich intensiv mit politischen, gesellschaftlichen und nachhaltigkeitsbezogenen Themen auseinander.
Die Teilnahme an der Akademie war für mich eine ungewohnte und zugleich sehr anspruchsvolle Herausforderung. Mit einem spürbaren Kribbeln im Bauch machte ich mich auf den Weg nach Paderborn. Trotz der anfänglichen Aufregung wurde diese Erfahrung schnell zu etwas sehr Positivem: Ich fühlte mich ernst genommen, gefördert und ermutigt. Die Akademie war für mich eine bereichernde Erfahrung, die mich sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht hat.
Zu Beginn der Akademie stand eine zentrale Frage im Raum: Was verbindet die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen mit Demokratie und moderner Verkehrspolitik?
Im Laufe der Woche wurde mir immer klarer, wie eng diese Bereiche miteinander verknüpft sind. Nachhaltige Mobilität ist kein rein technisches Projekt, sondern ein politisches und gesellschaftliches Steuerungssystem, das auf demokratischen Entscheidungen und staatlicher Verantwortung basiert. Nachhaltigkeit wird häufig auf Zahlen reduziert – Emissionswerte, Effizienzquoten oder Reichweiten. Doch diese Kennzahlen entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern sind Ergebnis politischer Prozesse.
In einem Vortrag machte Prof. Dr. Josef Löffl deutlich, dass die Sustainable Development Goals keine festen Endzustände beschreiben, sondern politische Richtungen vorgeben. Probleme wie Armut, Ungleichheit oder Umweltzerstörung lassen sich nicht abrupt lösen. Entscheidend ist vielmehr der demokratische Wille, langfristige Maßnahmen zu entwickeln, zu finanzieren und gesellschaftlich zu legitimieren. Genau an diesem Punkt setzt staatliche Verkehrspolitik an. Ein Schwerpunkt vieler Diskussionen war die Frage, wie Mobilität in einer demokratischen Gesellschaft gerecht, zugänglich und zukunftsfähig gestaltet werden kann. Mobilität entscheidet über gesellschaftliche Teilhabe über den Zugang zu Bildung, Arbeit und sozialem Leben. Deshalb müssen nachhaltige Verkehrssysteme nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch sozial ausgewogen sein.
Mir wurde deutlich, dass diese Balance keine technische, sondern eine politische Aufgabe ist. Das Bundesministerium für Verkehr spielt dabei eine zentrale Rolle. Durch Gesetzgebung, Förderprogramme und Investitionen beeinflusst es maßgeblich die Entwicklung von Verkehrssystemen. Ob der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, Investitionen in die Schieneninfrastruktur, die Förderung alternativer Antriebstechnologien oder die Transformation des Straßenverkehrs, all diese Maßnahmen beruhen auf demokratisch legitimierten Entscheidungen und dem Einsatz öffentlicher Mittel. Nachhaltige Mobilität entsteht nicht allein durch individuelles Verhalten, sondern durch politische Prioritätensetzung. In Fachvorträgen zu alternativen Antriebstechnologien, nachhaltiger Mobilitätsplanung und nationalen Energiestrategien wurde deutlich, dass technologische Lösungen nur dann wirksam sind, wenn sie in ein konsistentes politisches System eingebettet sind. Fördermechanismen, rechtliche Rahmenbedingungen und langfristige Investitionssicherheit entscheiden darüber, ob Innovationen den Sprung aus Pilotprojekten in den Alltag schaffen. Demokratie ermöglicht diese Prozesse, indem sie Interessen ausgleicht, Konflikte sichtbar macht und Entscheidungen überprüfbar hält.
Auch der internationale Blick erweiterte meine Perspektive. Der philippinische Ethiker Prof. Nicanor Austriaco zeigte auf, wie unterschiedlich Gesellschaften Fragen von Verantwortung, Menschenwürde und Gemeinwohl beantworten. Nachhaltigkeit ist kein universelles Rezept, das überall gleich umgesetzt werden kann. Sie ist vielmehr ein Aushandlungsprozess zwischen kulturellen Werten, wirtschaftlichen Möglichkeiten und politischen Systemen. Demokratie bietet dafür einen wichtigen institutionellen Rahmen, auch wenn sie langsam, widersprüchlich und unvollkommen ist.
Ein weiterer zentraler Aspekt der Akademie war die Rolle der Medien. Verkehrspolitik und Nachhaltigkeitsstrategien können nur dann Wirkung entfalten, wenn sie verständlich kommuniziert werden. Medien prägen Wahrnehmung, Akzeptanz und Kritik. Demokratie lebt von informierten Bürgerinnen und Bürgern, nachhaltige Mobilität von transparenter Darstellung politischer Entscheidungen und ihrer Konsequenzen.
Am Ende der 86. Young Leaders Akademie blieb keine einfache Formel, aber eine klare Erkenntnis: Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung stehen nicht neben der Demokratie, sie bauen auf ihr auf. Nachhaltige Mobilität ist kein Selbstläufer und kein technisches Randthema, sondern Ausdruck politischer Verantwortung, staatlicher Steuerung und gesellschaftlicher Mitentscheidung. Die Akademie hat mir eindrücklich gezeigt, wie dieser Zusammenhang in der Praxis gestaltet werden kann. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit an der 86. Young Leaders Akademie teilgenommen zu haben. Die gewonnene Erkenntnisse, Eindrücke und Diskussionen möchte ich nicht nur für meine eigene Weiterentwicklung nutzen, sondern auch in meiner Schule und meinem Umfeld tragen und dort als Multiplikatorin weitergeben.
Weitere Informationen zu den Projekten und Programmen der Young Leaders Gmbh finden sich unter www.young-leaders.de
Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Anna-Sophianeum organisieren Benefiz-Kinderdisko zugunsten des Kinderhospiz Löwenherz
Im Rahmen ihres sozialen Projekts „Kampf dem Krebs“ haben Schüler*innen des Gymnasium Anna-Sophianeum eine Kinderdisko organisiert und damit soziales Engagement mit Eigeninitiative und Kreativität verbunden. Es war der dritte Teil eines Gesamtprojektes unter dem Motto „Kampf dem Krebs“. Dieser Aktion vorausgegangen war eine Typisierungsaktion für die DKMS in Kooperation mit dem FSV Schöningen und eine abendliche Infoveranstaltung zum Thema Palliativmedizin mit Jürgen Sopora, dem leitenden Oberarzt Palliativmedizin der Bördeklinik, die beide ebenfalls schon große Resonanz erzeugten und sehr gelungen waren. Dieser dritte und größte Teil rundete nun das Soziale Projekt „Kampf dem Krebs“ ab.
Die von den Schülerinnen und Schülern selbst geplante und durchgeführte Veranstaltung verwandelte die Pausenhalle der Schule in einen lebendigen Veranstaltungsort. Von der Organisation über Moderation bis hin zur Gestaltung des Programms lag die gesamte Verantwortung in den Händen der Projektgruppe.
Für das leibliche Wohl wurden selbst gebackene Kuchen und Snacks angeboten, deren Erlös als Spende an das Kinderhospiz Löwenherz ging. Da viele Teilnehmende aus dem Umland stammen und von ihren Eltern begleitet wurden, boten die Schülerinnen und Schüler parallel zur Kinderdisko ein separates Programm für Erwachsene an. Ein Kinoabend mit alkoholfreien Cocktails schuf dabei einen zusätzlichen Aufenthaltsraum für die Eltern.
Ein abwechslungsreiches Animationsprogramm ergänzte Musik und Lichteffekte. Zu den Höhepunkten zählte ein gemeinsamer Square Dance zu „Cotton Eye Joe“, der bei Kindern und Jugendlichen gleichermaßen für Begeisterung sorgte.
Bengt Hagelstein, Fachlehrer des Seminarfachs, würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler ausdrücklich und betonte den Einsatz aller Beteiligten: „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn junge Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Ideen konsequent umsetzen, und wir als Gymnasium Anna-Sophianeum freuen uns, dass wir schon seit vielen Jahren unseren Schülerinnen und Schülern diesen Raum zur Entwicklung schaffen können. Die Planung und Durchführung dieser Veranstaltung war herausragend. Was hier geleistet wurde, geht weit über den Unterricht hinaus. Die Schülerinnen und Schüler haben Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und soziales Handeln in beeindruckender Weise miteinander verbunden.“ Besonders hob er auch den sozialen Aspekt hervor: „Neben der organisatorischen Leistung ist vor allem das soziale Engagement hervorzuheben. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur eine gelungene Veranstaltung auf die Beine gestellt, sondern sich auch aktiv für einen guten Zweck eingesetzt und mit den Spenden einen wichtigen Beitrag für das Kinderhospiz geleistet.“
Die Schülerinnen und Schüler des Sozialen Projektes „Kampf dem Krebs“ sind sehr dankbar über die breite Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen freuen sich, wie sehr ihre verschiedenen Projektideen angenommen und mitgetragen wurden.
Am 18. Dezember fuhren die zwei Kunstkurse der Oberstufe am Gymnasium Anna-Sophianeum ins Herzog Anton-Ulrich Museum nach Braunschweig. Passend zum zurückliegenden Semesterthema stand Peter Paul Rubens Gemälde „Judith mit dem Haupt des Holofernes“ im Zentrum des Besuchs, ebenso wie Rubens‘ Schüler und Zeitgenossen. Darunter auch andere Größen der Barockmalerei wie Rembrandt, Vermeer oder Horazio Gentileschi.
Im Rahmen der Führung konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur zeigen, was sie alles in den vergangenen Wochen über die Epoche, über die Themen und den Aufbau der Bilder gelernt hatten. Sie konnten auch viel Neues erfahren.
Anschließend zogen beide Kurse weiter in Richtung des Braunschweiger Weihnachtsmarktes, von wo der Duft gebrannter Mandeln schon von Weitem zu riechen war..
Im Rahmen des Seminarfachs haben wir, Giulia Chiea, Nicole Eichner und Elisa Meyer (Q2), unser soziales Projekt „Herz und Hand für Tiere“ durchgeführt. Unser Projekt drehte sich rund um das Thema Tierschutz. Dafür arbeiteten wir mit der 6bl unserer Schule zusammen und gestalteten gemeinsam eine Spendenaktion für das Schöninger Tierheim.
Zu Beginn stellten wir den Schüler:innen vor, wie ein Tierheim funktioniert und warum es so wichtig ist Tierheime zu unterstützen. Anschließend haben wir verschiedene Arbeitsstationen aufgebaut, an denen die Kinder Spielzeuge für Katzen und Hunde hergestellt haben.
Mit viel Spaß und Kreativität entstanden innerhalb kurzer Zeit sehr viele schöne Katzenangeln und Hundenudeln. Diese wurden beim Winterkonzert am 11.12.2025 ausgelegt und konnten dort gegen eine freiwillige Spende eingetauscht werden. Die gesamten Einnahmen gehen direkt an das Schöninger Tierheim.
Unser Projekt sollte zeigen, dass man schon mit kleinen Aktionen einen Beitrag für Tiere leisten kann und wie viel Spaß es macht, gemeinsam etwas Gutes zu tun.
Insgesamt konnten wir eine Spendensumme von 212€ erzielen, welche wir gemeinsam mit Spielzeugen für die Tiere am 12.12.2025 dem Tierheim übergeben haben. Wir bedanken uns bei allen Spendern für die Unterstützung, sowie bei allen Helfenden, Herrn Lang und dem Schöninger Tierheim für die Umsetzung des sozialen Projektes.
Am 19.11.2025 wurde das Soziale Projekt „Wildbienen“ von uns, Shane Adamitz und Mirja Remmling, in einer vierten Klasse der Grundschule Schöningen durchgeführt. Unsere Idee war es, Grundschulkindern die Wichtigkeit von Wildbienen für die Natur und für uns Menschen zu vermitteln. Ohne Wildbienen gäbe es einen großen Verlust der Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt und zusätzlich würde ca. 1/3 weniger Lebensmittel für uns zur Verfügung stehen.
Unser Projekt fand in zwei Doppelstunden statt und war in einen theoretischen und einen praktischen Teil aufgeteilt. In der ersten Doppelstunde haben wir die Kinder über das Thema allgemein aufgeklärt, mit verschiedenen Spielen, Aufgaben und einem kurzen Video. Dabei ging es unter anderem um das Leben und die Bestäubung von Wildbienen, warum sie gefährdet sind und schließlich wie jeder ihnen helfen kann.
In der zweiten Doppelstunde konnten die Projektteilnehmer ihr gelerntes Fachwissen praktisch anwenden, während jeder eine Nisthilfe für Wildbienen baute. Die Nisthilfen, bestehend aus leeren Dosen und geeignetem Füllmaterial wie etwa Schilfhalme, konnten nach Belieben von den Grundschüler*innen befüllt und bemalt werden.
Besonders gefreut hat uns die Offenheit, das Interesse und die Lernbereitschaft der Grundschüler*innen die an unserem Projekt teilgenommen haben. Wir hoffen, dass auch in der Zukunft ähnliche Projekte im Rahmen des Wildbienenschutzes an der Grundschule stattfinden können.
Ein großes Dankeschön von uns geht an die Grundschule Schöningen und der Klassenlehrerin Frau Schubarth für den offenherzigen Empfang und dass wir das Projekt in einer so tollen Klasse durchführen konnten.
Einen weiteren herzlichen Dank möchten wir Frau Sylke Lehne aussprechen, die im Namen der BUND Kreisgruppe Helmstedt uns bei der Planung und Durchführung unseres Projekte unterstützt hat.
Ein soziales Projekt im Seminarfach des 13. Jahrgangs
Wir, Hannah Kars, Samantha Scheibner, Katharina Fricke und Hannah Bornemann, haben gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V. sowie dem Gehörlosenverband Niedersachsen e. V. ein soziales Projekt „Blindheit und Gehörlosigkeit im Alltag“ für den 5. Jahrgang des Gymnasiums Anna-Sophianeum durchgeführt. Unser Ziel war es, den Kindern die Lebensrealität von Menschen mit Blindheit oder Gehörlosigkeit näherzubringen und gleichzeitig Empathie, Verständnis und Inklusionsbewusstsein zu fördern.
Zu Beginn begrüßten wir die Klassen 5a und 5c in der Sporthalle und stellten die Themen Blindheit und Gehörlosigkeit allgemein vor. Mit Hilfe selbst erstellter Infoplakate und Materialien erklärten wir grundlegende Aspekte beider Sinnesbeeinträchtigungen. Im Anschluss erzählten die Expertinnen und Experten etwas über ihren jeweiligen Verband und die selbst Betroffenen konnten von ihren Erfahrungen und ihrer Wahrnehmung der Welt berichten, was sehr aufschlussreich war. Danach fand eine Fragerunde an die Gäste statt in der die Schülerinnen und Schüler viele interessierte und reflektierte Fragen stellten. Dies war ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr die Inhalte ihr Interesse geweckt haben.
Nach der Einführung starteten wir den praktischen Teil: den Stationenlauf. Wir teilten die Kinder in vier Gruppen ein, damit jede Gruppe alle Stationen durchlaufen konnte:
Wir bauten einen Hindernisparcours auf, den die Kinder mit Simulationsbrillen und Blindenstöcken durchlaufen sollten. Diese wurden vom Blinden-und Sehbehindertenverband beigesteuert. So konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erleben, wie herausfordernd Orientierung ohne Sehvermögen ist und die Alltagserfahrungen von Betroffenen nachempfinden.
An der Station Blindenschrift erklärten wir das Braille-System und ließen die Kinder mithilfe kleiner Steinchen ihre eigenen Namensschilder in Blindenschrift basteln. Das Ziel war hier das Verständnis und Erlernen der Blindenschrift.
Wir führten die Kinder in die Grundlagen der Gebärdensprache ein. Sie lernten einfache Begriffe sowie das Fingeralphabet kennen und haben ihren eigenen Namen in Gebärden erlernt. Besonders schön war zu sehen, wie häufig die Kinder die erlernten Gebärden später wiederholten.
An der Station des Lippenlesen lasen sich die Kinder gegenseitig Sätze vor, während deren Partner Ohrschützer trugen. Sie sollten alleine anhand der Lippenbewegungen erkennen, was gesagt wurde. Damit wollten wir veranschaulichen, wie schwierig dies eigentlich ist. Der Gehörlosenverband brachte ergänzend noch Hilfsmittel mit, die den Kindern vorgestellt und erklärt wurden.
Für uns war es besonders beeindruckend zu sehen, wie respektvoll und einfühlsam die Kinder mit den Expertinnen und Experten umgingen. Die Gruppen arbeiteten konzentriert und zeigten während des gesamten Projektes großes Interesse. Auch später stellten wir fest, dass das Projekt nachhaltig wirkte: Die Informationstafeln in der Pausenhalle wurden oft betrachtet und wir sahen sogar, wie Schülerinnen und Schüler die Gebärden auf den Informationstafeln übten.
Für uns war das Projekt ein voller Erfolg. Wir konnten Wissen vermitteln, Berührungsängste abbauen und wichtige Werte wie Empathie, Respekt und Toleranz stärken. Gleichzeitig haben die Kinder viel gelernt, neue Perspektiven gewonnen und selbst erfahren, welche Herausforderungen Menschen mit Blindheit oder Gehörlosigkeit täglich meistern müssen. Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Projekt so positiv aufgenommen wurde und hoffen, dass es lange nachwirkt und die Schulgemeinschaft weiterhin für das Thema Inklusion sensibilisiert.