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Abschluss des Großprojektes „Kampf dem Krebs“

Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Anna-Sophianeum organisieren Benefiz-Kinderdisko zugunsten des Kinderhospiz Löwenherz

Im Rahmen ihres sozialen Projekts „Kampf dem Krebs“ haben Schüler*innen des Gymnasium Anna-Sophianeum eine Kinderdisko organisiert und damit soziales Engagement mit Eigeninitiative und Kreativität verbunden. Es war der dritte Teil eines Gesamtprojektes unter dem Motto „Kampf dem Krebs“. Dieser Aktion vorausgegangen war eine Typisierungsaktion für die DKMS in Kooperation mit dem FSV Schöningen und eine abendliche Infoveranstaltung zum Thema Palliativmedizin mit Jürgen Sopora, dem leitenden Oberarzt Palliativmedizin der Bördeklinik, die beide ebenfalls schon große Resonanz erzeugten und sehr gelungen waren. Dieser dritte und größte Teil rundete nun das Soziale Projekt „Kampf dem Krebs“ ab.

Die von den Schülerinnen und Schülern selbst geplante und durchgeführte Veranstaltung verwandelte die Pausenhalle der Schule in einen lebendigen Veranstaltungsort. Von der Organisation über Moderation bis hin zur Gestaltung des Programms lag die gesamte Verantwortung in den Händen der Projektgruppe.

Für das leibliche Wohl wurden selbst gebackene Kuchen und Snacks angeboten, deren Erlös als Spende an das Kinderhospiz Löwenherz ging. Da viele Teilnehmende aus dem Umland stammen und von ihren Eltern begleitet wurden, boten die Schülerinnen und Schüler parallel zur Kinderdisko ein separates Programm für Erwachsene an. Ein Kinoabend mit alkoholfreien Cocktails schuf dabei einen zusätzlichen Aufenthaltsraum für die Eltern.

Ein abwechslungsreiches Animationsprogramm ergänzte Musik und Lichteffekte. Zu den Höhepunkten zählte ein gemeinsamer Square Dance zu „Cotton Eye Joe“, der bei Kindern und Jugendlichen gleichermaßen für Begeisterung sorgte.

Bengt Hagelstein, Fachlehrer des Seminarfachs, würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler ausdrücklich und betonte den Einsatz aller Beteiligten: „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn junge Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Ideen konsequent umsetzen, und wir als Gymnasium Anna-Sophianeum freuen uns, dass wir schon seit vielen Jahren unseren Schülerinnen und Schülern diesen Raum zur Entwicklung schaffen können. Die Planung und Durchführung dieser Veranstaltung war herausragend. Was hier geleistet wurde, geht weit über den Unterricht hinaus. Die Schülerinnen und Schüler haben Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und soziales Handeln in beeindruckender Weise miteinander verbunden.“ Besonders hob er auch den sozialen Aspekt hervor: „Neben der organisatorischen Leistung ist vor allem das soziale Engagement hervorzuheben. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur eine gelungene Veranstaltung auf die Beine gestellt, sondern sich auch aktiv für einen guten Zweck eingesetzt und mit den Spenden einen wichtigen Beitrag für das Kinderhospiz geleistet.“

Die Schülerinnen und Schüler des Sozialen Projektes „Kampf dem Krebs“ sind sehr dankbar über die breite Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen freuen sich, wie sehr ihre verschiedenen Projektideen angenommen und mitgetragen wurden.

Schulwettbewerb „Jugend debattiert“: Umsetzung neuer Leistungsüberprüfungen

Im historischen Herzoginnensaal des Schlosses Schöningen fand am 17. Dezember der Schulwettbewerb Jugend debattiert des Gymnasiums Anna-Sophianeum statt. Die Teilnehmenden setzten sich engagiert mit zwei aktuellen Streitfragen auseinander: „Soll eine allgemeine Dienstpflicht für Rentnerinnen und Rentner eingeführt werden?“ sowie „Sollen Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen?“

In eindrucksvollen Debatten überzeugten die Schülerinnen und Schüler durch fundierte Argumentation und respektvollen Austausch. Den ersten Platz belegten Svea Jordan und Jasper Reck aus den 10. Klassen.

Schulleiter Michael Märtens würdigte den Wettbewerb als wichtigen Beitrag zur politischen Bildung: „Debattieren bedeutet, den eigenen Standpunkt sachlich zu begründen und andere Perspektiven ernst zu nehmen. Genau das brauchen wir für eine lebendige Demokratie.“

Der Wettbewerb leistet einen entscheidenden Beitrag zur Demokratiebildung am Anna-Sophianeum. Er steht zugleich im Einklang mit den bildungspolitischen Zielen der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Niedersächsischen Landesregierung, die eine Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe und des Abiturs mit Blick auf Zukunftskompetenzen, Kommunikationsfähigkeit und moderne Leistungsformen vorsehen. Hierbei geht es u. a. darum, Schülerinnen und Schüler stärker in mündliche, dialogische und reflexive Leistungsformen einzubinden und Schule auf die Anforderungen einer offenen Gesellschaft auszurichten.

Ein besonderes Novum am Anna-Sophianeum: Eine dem Wettbewerb im Unterricht vorausgegangene Debatte ersetzte erstmals eine schriftliche Klassenarbeit des 9. Jahrgangs im Fach Deutsch. Märtens dazu: „Mit dieser Form der Leistungsüberprüfung stärken wir nicht nur die Argumentationsfähigkeit, sondern setzen ein Zeichen dafür, dass Schule vielfältige Begabungen anerkennt.“

Exkursion der Oberstufen-Kunstkurse nach Braunschweig

Am 18. Dezember fuhren die zwei Kunstkurse der Oberstufe am Gymnasium Anna-Sophianeum ins Herzog Anton-Ulrich Museum nach Braunschweig. Passend zum zurückliegenden Semesterthema stand Peter Paul Rubens Gemälde „Judith mit dem Haupt des Holofernes“ im Zentrum des Besuchs, ebenso wie Rubens‘ Schüler und Zeitgenossen. Darunter auch andere Größen der Barockmalerei wie Rembrandt, Vermeer oder Horazio Gentileschi.

Im Rahmen der Führung konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur zeigen, was sie alles in den vergangenen Wochen über die Epoche, über die Themen und den Aufbau der Bilder gelernt hatten. Sie konnten auch viel Neues erfahren.

Anschließend zogen beide Kurse weiter in Richtung des Braunschweiger Weihnachtsmarktes, von wo der Duft gebrannter Mandeln schon von Weitem zu riechen war..

Soziales Projekt „Herz und Hand für Tiere“

Im Rahmen des Seminarfachs haben wir, Giulia Chiea, Nicole Eichner und Elisa Meyer (Q2), unser soziales Projekt „Herz und Hand für Tiere“ durchgeführt. Unser Projekt drehte sich rund um das Thema Tierschutz. Dafür arbeiteten wir mit der 6bl unserer Schule zusammen und gestalteten gemeinsam eine Spendenaktion für das Schöninger Tierheim.

Zu Beginn stellten wir den Schüler:innen vor, wie ein Tierheim funktioniert und warum es so wichtig ist Tierheime zu unterstützen. Anschließend haben wir verschiedene Arbeitsstationen aufgebaut, an denen die Kinder Spielzeuge für Katzen und Hunde hergestellt haben.

Mit viel Spaß und Kreativität entstanden innerhalb kurzer Zeit sehr viele schöne Katzenangeln und Hundenudeln. Diese wurden beim Winterkonzert am 11.12.2025 ausgelegt und konnten dort gegen eine freiwillige Spende eingetauscht werden. Die gesamten Einnahmen gehen direkt an das Schöninger Tierheim.

Unser Projekt sollte zeigen, dass man schon mit kleinen Aktionen einen Beitrag für Tiere leisten kann und wie viel Spaß es macht, gemeinsam etwas Gutes zu tun.

Insgesamt konnten wir eine Spendensumme von 212€ erzielen, welche wir gemeinsam mit Spielzeugen für die Tiere am 12.12.2025 dem Tierheim übergeben haben. Wir bedanken uns bei allen Spendern für die Unterstützung, sowie bei allen Helfenden, Herrn Lang und dem Schöninger Tierheim für die Umsetzung des sozialen Projektes.

Soziales Projekt: Wildbienen

Am 19.11.2025 wurde das Soziale Projekt „Wildbienen“ von uns, Shane Adamitz und Mirja Remmling, in einer vierten Klasse der Grundschule Schöningen durchgeführt. Unsere Idee war es, Grundschulkindern die Wichtigkeit von Wildbienen für die Natur und für uns Menschen zu vermitteln. Ohne Wildbienen gäbe es einen großen Verlust der Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt und zusätzlich würde ca. 1/3 weniger Lebensmittel für uns zur Verfügung stehen.

Unser Projekt fand in zwei Doppelstunden statt und war in einen theoretischen und einen praktischen Teil aufgeteilt. In der ersten Doppelstunde haben wir die Kinder über das Thema allgemein aufgeklärt, mit verschiedenen Spielen, Aufgaben und einem kurzen Video. Dabei ging es unter anderem um das Leben und die Bestäubung von Wildbienen, warum sie gefährdet sind und schließlich wie jeder ihnen helfen kann.

In der zweiten Doppelstunde konnten die Projektteilnehmer ihr gelerntes Fachwissen praktisch anwenden, während jeder eine Nisthilfe für Wildbienen baute. Die Nisthilfen, bestehend aus leeren Dosen und geeignetem Füllmaterial wie etwa Schilfhalme, konnten nach Belieben von den Grundschüler*innen befüllt und bemalt werden.

Besonders gefreut hat uns die Offenheit, das Interesse und die Lernbereitschaft der Grundschüler*innen die an unserem Projekt teilgenommen haben. Wir hoffen, dass auch in der Zukunft ähnliche Projekte im Rahmen des Wildbienenschutzes an der Grundschule stattfinden können.

Ein großes Dankeschön von uns geht an die Grundschule Schöningen und der Klassenlehrerin Frau Schubarth für den offenherzigen Empfang und dass wir das Projekt in einer so tollen Klasse durchführen konnten.

Einen weiteren herzlichen Dank möchten wir Frau Sylke Lehne aussprechen, die im Namen der BUND Kreisgruppe Helmstedt uns bei der Planung und Durchführung unseres Projekte unterstützt hat.

Theaterausflug nach Quedlinburg

200 Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Anna-Sophianeum Schöningen besuchen „Die Schneekönigin“

Ein besonderer Unterrichtstag erwartete die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 des Gymnasium Anna-Sophianeum am 5. Dezember 2025: Gemeinsam machten sich alle acht Klassen nach der zweiten Stunde auf den Weg nach Quedlinburg, um im dortigen Theater die Inszenierung des Märchens „Die Schneekönigin“ zu erleben.

Begleitet von ihren Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern erreichten die Gruppen am späten Vormittag das Theater. Dort tauchten sie sofort in die fantasievolle Welt von Hans Christian Andersens berühmtem Märchen ein. Im Mittelpunkt stehen Gerda und Kay, zwei unzertrennliche Geschwister. Doch das Glück wendet sich, als Kay von der Eiskönigin geküsst wird und sein Herz gefriert. „Der Kuss kam sehr überraschend. Er war mein Lieblingsmoment in dem Märchen.“ sagte eine Fünftklässlerin.

Unter dem Einfluss der geheimnisvollen Schneekönigin folgt Kay der Schneekönigin in ihren glitzernden Palast aus Eis. Gerda entscheidet sich mutig, ihren Bruder zu retten und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. Sie begegnet einer freundlichen Blumen, einer sprechende Krähen, einer klugen Prinzessin. Jede Begegnung bringt sie Kay ein Stück näher. Schließlich erreicht sie den Eispalast, wo Kay schon fast völlig erstarrt ist. Gerdas Tränen der Freundschaft lösen den Bann und lassen das Eis in seinem Herzen schmelzen.

Ganz gebannt verfolgten die Kinder das Geschehen auf der Bühne – besonders die kreativen und überraschenden Verwandlungen des Bühnenbildes sorgten immer wieder für Staunen. Mit wenigen, aber raffinierten Veränderungen entstanden im Handumdrehen neue Kulissen, die die Reise der Kinder, die Begegnungen mit der Schneekönigin und dem Troll lebendig und abwechslungsreich werden ließen.

Zum dritten Mal fuhren die Jahrgänge 5 und 6 kurz vor Weihnachten in eine Märchenvorstellung. Eine Tradition, die für die Kinder ein ganz besonderes Erlebnis ist.

Blindheit und Gehörlosigkeit im Alltag

Ein soziales Projekt im Seminarfach des 13. Jahrgangs

Wir, Hannah Kars, Samantha Scheibner, Katharina Fricke und Hannah Bornemann, haben gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V. sowie dem Gehörlosenverband Niedersachsen e. V. ein soziales Projekt „Blindheit und Gehörlosigkeit im Alltag“ für den 5. Jahrgang des Gymnasiums Anna-Sophianeum durchgeführt. Unser Ziel war es, den Kindern die Lebensrealität von Menschen mit Blindheit oder Gehörlosigkeit näherzubringen und gleichzeitig Empathie, Verständnis und Inklusionsbewusstsein zu fördern.

Zu Beginn begrüßten wir die Klassen 5a und 5c in der Sporthalle und stellten die Themen Blindheit und Gehörlosigkeit allgemein vor. Mit Hilfe selbst erstellter Infoplakate und Materialien erklärten wir grundlegende Aspekte beider Sinnesbeeinträchtigungen. Im Anschluss erzählten die Expertinnen und Experten etwas über ihren jeweiligen Verband und die selbst Betroffenen konnten von ihren Erfahrungen und ihrer Wahrnehmung der Welt berichten, was sehr aufschlussreich war. Danach fand eine Fragerunde an die Gäste statt in der die Schülerinnen und Schüler viele interessierte und reflektierte Fragen stellten. Dies war ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr die Inhalte ihr Interesse geweckt haben.

Nach der Einführung starteten wir den praktischen Teil: den Stationenlauf. Wir teilten die Kinder in vier Gruppen ein, damit jede Gruppe alle Stationen durchlaufen konnte:

Wir bauten einen Hindernisparcours auf, den die Kinder mit Simulationsbrillen und Blindenstöcken durchlaufen sollten. Diese wurden vom Blinden-und Sehbehindertenverband beigesteuert. So konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erleben, wie herausfordernd Orientierung ohne Sehvermögen ist und die Alltagserfahrungen von Betroffenen nachempfinden.

An der Station Blindenschrift erklärten wir das Braille-System und ließen die Kinder mithilfe kleiner Steinchen ihre eigenen Namensschilder in Blindenschrift basteln. Das Ziel war hier das Verständnis und Erlernen der Blindenschrift.

Wir führten die Kinder in die Grundlagen der Gebärdensprache ein. Sie lernten einfache Begriffe sowie das Fingeralphabet kennen und haben ihren eigenen Namen in Gebärden erlernt. Besonders schön war zu sehen, wie häufig die Kinder die erlernten Gebärden später wiederholten.

An der Station des Lippenlesen lasen sich die Kinder gegenseitig Sätze vor, während deren Partner Ohrschützer trugen. Sie sollten alleine anhand der Lippenbewegungen erkennen, was gesagt wurde. Damit wollten wir veranschaulichen, wie schwierig dies eigentlich ist. Der Gehörlosenverband brachte ergänzend noch Hilfsmittel mit, die den Kindern vorgestellt und erklärt wurden.

Für uns war es besonders beeindruckend zu sehen, wie respektvoll und einfühlsam die Kinder mit den Expertinnen und Experten umgingen. Die Gruppen arbeiteten konzentriert und zeigten während des gesamten Projektes großes Interesse. Auch später stellten wir fest, dass das Projekt nachhaltig wirkte: Die Informationstafeln in der Pausenhalle wurden oft betrachtet und wir sahen sogar, wie Schülerinnen und Schüler die Gebärden auf den Informationstafeln übten.

Für uns war das Projekt ein voller Erfolg. Wir konnten Wissen vermitteln, Berührungsängste abbauen und wichtige Werte wie Empathie, Respekt und Toleranz stärken. Gleichzeitig haben die Kinder viel gelernt, neue Perspektiven gewonnen und selbst erfahren, welche Herausforderungen Menschen mit Blindheit oder Gehörlosigkeit täglich meistern müssen. Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Projekt so positiv aufgenommen wurde und hoffen, dass es lange nachwirkt und die Schulgemeinschaft weiterhin für das Thema Inklusion sensibilisiert.

Tiere haben auch Gefühle

Ein Herzensprojekt für mehr Bewusstsein und Mitgefühl

Mit unserem sozialen Projekt „Tiere haben auch Gefühle“ wollten wir, Janice Fricke, Klara Willeke, Malin Kunz und Mayra Schmuda v. T., zeigen, dass Tierschutz mehr ist als ein Wort: Er bedeutet Verantwortung, Empathie und aktives Handeln. Unterstützt vom Tierheim Helmstedt haben wir ein Projekt entwickelt, das Kinder für den Schutz von Tieren sensibilisieren und nachhaltig begeistern soll. Am 2. Oktober setzten wir das Projekt gemeinsam mit der Klasse 6d von Frau Schubert um – ein Tag, der eindrucksvoll zeigte, wie spannend und lehrreich Tierschutz sein kann.

Im ersten Projektteil lernten die Schülerinnen und Schüler auf interaktive Weise, was Tiere wirklich brauchen, und beschäftigten sich mit Themen wie Massentierhaltung, Tierversuchen und verantwortungsvoller Haustierhaltung. Mit einer selbst erstellten Checkliste zeigten wir zudem, welche Überlegungen vor der Anschaffung eines Haustiers wichtig sind.

Danach wurde es kreativ: Die Kinder gestalteten „Team Tierschutz“-Pins, bastelten Tierfiguren aus Papier und entwarfen liebevoll gestaltete Flyer für echte Tierheimbewohner. Diese Ergebnisse wurden später öffentlich ausgehängt – als kleine Botschafter für das Helmstedter Tierheim und vielleicht sogar als Chance für einige Tiere, schneller ein neues Zuhause zu finden.

Der dritte Teil des Projekts bot besondere Einblicke in die Praxis des Tierschutzes. Der Vorsitzende des Tierheims sowie die Leiterin einer Tierschutz-App beantworteten die zahlreichen Fragen der Kinder und machten deutlich, wie vielfältig die Arbeit rund um Tiervermittlung und Tierschutz ist. Zum Abschluss stellten die Schülerinnen und Schüler ihr neues Wissen in einem spannenden Kahoot-Quiz unter Beweis. Die Rückmeldungen fielen durchweg positiv aus: Die Kinder hatten viel Freude und nahmen gleichzeitig ein neues Bewusstsein für die Bedürfnisse von Tieren mit. Für uns war es ein Herzensprojekt – und wir hoffen, dass dieser Tag lange nachwirkt.

Lebensmitteldetektive

Ein Soziales Projekt rund um Ernährung und Food Waste

Im Rahmen unseres sozialen Projekts und inspiriert durch die Projektwoche 2025 des Gymnasium Anna-Sophianeum, in der sich alles um das Thema „Gesundheit“ drehte, haben wir – Anna Tramer, Amelie Scholz, Kimberly Schumann, Talitha Gerwarth und Pascal Rauhut – ein eigenes Projekt entwickelt, welches das Bewusstsein der Kinder für eine ausgewogene Ernährung stärken und sie zum Thema Lebensmittelverschwendung aufklären soll. So entstand unser Projekt „Lebensmitteldetektive“, das wir gemeinsam mit den vierten Klassen der Grundschule Heeseberg durchgeführt haben.

Wie wir gesunde Ernährung und Food Waste für Grundschüler erlebbar gemacht haben

Uns war wichtig, dass unser soziales Projekt nicht nur informativ, sondern auch erlebbar wird. Deshalb haben wir die Grundschulkinder zu Beginn mithilfe von Bildern und interaktiven Fragen gezeigt, worum es bei den Themen gesunde Ernährung und Lebensmittelverschwendung geht. Für uns war dieser direkte Austausch von Anfang an ein zentraler Bestandteil unseres Projekts: So wollten wir das Vorwissen der Kinder sammeln, zum Nachdenken anregen und sie aktiv einbeziehen.

Um den Projekttag möglichst abwechslungsreich zu gestalten, haben wir diesen in drei Stationen gegliedert, damit die Kinder auf unterschiedliche Weise mit dem Thema in Kontakt kommen konnten.

  1. Bewegungsstation – spielerisch Wissen vermitteln

Bei Spielen wie „Food Memory“ und der Ernährungsstaffel konnten die Kinder erleben, wie eng Bewegung, Ernährung und Körperwissen zusammenhängen. Für uns war es schön zu sehen, wie viel Freude die Kinder dabei hatten und wie viel Motivation sie mitbrachten.

  • Kreativstation – das eigene Lebensmittelkochbuch

Hier bekamen die Kinder Grundlagenwissen vermittelt und konnten kreativ werden. Gemeinsam gestalteten wir kleine Lebensmittelkochbücher, in denen sie Rezepte und Bilder zu den Lebensmitteln festhielten. Uns war es wichtig, etwas Bleibendes zu schaffen, das die Kinder mit nach Hause nehmen und ihrer Familie zeigen können.

  • Kochstation – wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln

In dieser Station ging es uns vor allem darum, die Bedeutung von Lebensmittelwertschätzung sichtbar zu machen. Die Kinder lernten Küchenutensilien korrekt zu verwenden und durften aus geretteten Lebensmitteln leckere Gerichte zubereiten. Uns war wichtig zu zeigen, dass Produkte, die nicht perfekt aussehen, trotzdem wertvoll sind – und das haben die Kinder sofort verstanden.

Der Projekttag endete mit einem gemeinsamen Essen, bei dem wir die selbstgekochten Gerichte probierten, und mit der Übergabe eines Zertifikats für alle neuen „Lebensmitteldetektive“. Für uns war das ein besonderer Moment, weil wir sehen konnten, wie stolz die Kinder auf das waren, was sie gelernt und geschafft hatten.

Für uns war dieses soziale Projekt eine wertvolle Erfahrung, nicht nur fachlich, sondern auch persönlich. Dafür möchten wir uns herzlich bei der Grundschule Heeseberg – insbesondere den Klassenlehrern – für die freundliche und fördernde Zusammenarbeit und bei den Kindern, die unser Projekt mit Leben gefüllt haben, bedanken. Ein weiter Dank geht an Frau Neumann, die uns begleitet, unterstützt und ermutigt hat.

„Gutes Essen gehört auf den Teller – nicht in den Müll!“

Wir setzen ein starkes Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung

Was tun, wenn gutes Essen im Müll landet? Diese Frage stellten sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Anna-Sophianeum während unserer Projektwoche zum Thema „Gesundheit und Wohlergehen“ – und fanden kreative, nachhaltige und vor allem leckere Antworten.

Nach einer Einführung ins Thema machte sich die Projektgruppe „foodsharing gegen Foodwaste – don’t let good food go bad“ daran, Ursachen und Folgen von Lebensmittelverschwendung zu erforschen. Schnell wurde klar: Noch immer werden jedes Jahr tonnenweise genießbare Lebensmittel weggeworfen – auch in Privathaushalten. „Dass zu Hause am meisten weggeworfen wird, hat mich schon erstaunt.“, sagt Davina Frank (Klasse 7). Malin Howorka (Klasse 9) ergänzt: „Durch das Projekt weiß ich jetzt, dass das nicht nur die Müllabfuhr und unsere Portemonnaies belastet. Auch die Menschen im Globalen Süden leiden unter den Auswirkungen der Lebensmittelverschwendung. Ihre Ressourcen wie Land und Wasser werden immer mehr für die globale Nahrungsmittelproduktion benötigt – zu oft auf Kosten des lokalen Nahrungsmittelanbaus und -verkaufs. Das ist nicht fair.“

Es blieb jedoch nicht nur bei einer intensiven theoretischen Auseinandersetzung mit der Thematik, die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich auch ganz praktisch mit dem Thema. Ein besonderes Highlight waren die von Jennifer Winter von der foodsharing-Community Schöningen organisierten Lebensmittelabholungen bei örtlichen Supermärkten, bei denen die Schüler:innen Lebensmittel „retteten“, die sonst entsorgt worden wären. „Als wir die Lebensmittel abgeholt haben, war ich erschrocken, welche Menge da auf uns wartete – kein Müll, sondern essbare Lebensmittel!“, merkte Ulla Kiehne (Klasse 6) nachdenklich an. Hierbei handelt es sich vorrangig um Waren, die entweder abgelaufen oder für den Verkauf einfach nicht mehr gut genug sind.

Aus diesen Lebensmitteln entstanden in den Räumen des Jugendfreizeitzentrums Schöningen köstliche Gerichte. Unter professioneller Leitung von Christine Tappiser (1. Vorsitzende der Landfrauen Schöningen) wurde in der „foodsaver-Küche“ geschnippelt, gekocht, gebacken und probiert. „Das gemeinsame Kochen war mein Highlight. Wir haben aus alten Brötchen Chips gemacht – die waren mega lecker!“, schwärmt Dennis Sauer (Klasse 8). Neben süßen Muffins, verschiedenen Crumbles und leckeren Smoothies stellten die Schüler:innen sogar eine Hühnersuppe her. „Ich hätte nie gedacht, dass man aus vermeintlichen Resten so kreative Gerichte zaubern kann. Jetzt sehe ich den Kühlschrank zu Hause ganz anders.“, stellte Anny Binroth fest (Klasse 9).

Zum Abschluss der Projektwoche präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse der gesamten Schulgemeinschaft – mit Infotafeln, Wissenstests, Kurzvideos, einem Kinobeitrag und natürlich vielen selbstgemachten Leckereien. Das Fazit: Bewusstes Einkaufen, richtige Lagerung und kreative Resteverwertung können jede Menge bewirken – und machen sogar Spaß.

Vom Projekt zur Kampagne

Doch damit war die Aktion längst nicht vorbei. In der Event-AG führten engagierte Schülerinnen und Schüler die Arbeit fort. Aus den in der Projektwoche gesammelten Erkenntnissen entstand die Idee, eine Broschüre zum Thema „Lebensmittel retten – verwenden statt verschwenden“ zu gestalten. Sie enthält neben wichtigen Hintergrundinformationen auch zwölf saisonale Rezepte. „An der Broschüre zu arbeiten hat Spaß gemacht, weil wir selbst entscheiden konnten, welche Rezepte rein sollen. Jeder hat etwas beigetragen“, berichtete Tabea Linnert (Klasse 10). 

[Download Broschüre mit Rezeptbuch – PDF 16 MB]

Außerdem entwickelten die Schüler:innen kurzerhand einen Infoflyer mit QR-Code, der direkt hierher zur digitalen Vollversion führt. Diese Flyer werden in Kürze in der Schule und über zentrale Ausgabestellen für den Abfuhrkalender des Landkreises an die Haushalte verteilt. Die 18-seitige Broschüre ist dann außerdem auf der Website des Landkreises (www.landkreis-helmstedt.de/abfall) abrufbar. Für das kommende Jahr prüft der Landkreis, einen Abschnitt auf dem offiziellen Abfuhrkalender der Region für unsere Schülerkampagne bereitzustellen.

Engagement, das wirkt

Lehrkräfte und Partner sind sich einig: Die Jugendlichen haben dieses Projekt nicht nur einfach durchgeführt, sondern es so richtig mit Leben gefüllt. Ob beim Organisieren, Recherchieren, Schreiben, Gestalten oder Kochen – jede und jeder konnte eigene Stärken einbringen. „Ich habe das Layout gestaltet. Es war cool zu sehen, wie unsere Ideen dann wirklich gedruckt wurden – 2.500 Flyer, das macht mich schon ein bisschen stolz!“, erzählte Hiba Abdelwahab (Klasse 10). Und Emma Richter (Klasse 10) ergänzte „Verrückt, dass wir all das in 3 Monaten geschafft haben!“.

Das Team der Event-AG unter Leitung von Frau Droz

Auch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit hat sich spürbar verändert: „Ich versuche jetzt, bewusster einzukaufen und weniger wegzuwerfen. Wenn das alle machen würden, wäre schon viel gewonnen.“, meint Damla Ay (Klasse 7). Mit ihrem Engagement haben die jungen Lebensmittelretter:innen bewiesen: Ein bewusster Umgang mit Essen kann kleine Schritte in große Veränderungen verwandeln. „Unser Projekt zeigt, dass man auch als Schüler was bewegen kann – und das fühlt sich richtig gut an.“, fasste Lina Blau (Klasse 6) die Arbeit treffend zusammen.

Letztlich hat das Projekt alle Erwartungen übertroffen. „Unsere Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Schlagwort ist, sondern mit Kreativität, Teamgeist und

Verantwortungsbewusstsein ganz konkret gelebt werden kann.“, so das Resümee der betreuenden Lehrkraft Christiane Droz. 

Möglich wurde dies durch die finanzielle Unterstützung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) im Rahmen des Förderprogramms „action! Aktiv für eine globale Welt“ mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Ein Teil dieser Förderung wurde in recyceltes Mehrweggeschirr investiert, das bei der Zubereitung und Präsentation der „geretteten“ Speisen verwendet wurde und auch in Zukunft in unserer Schulcafeteria „Essbar“ zum Einsatz kommen wird. Der Großteil der Fördersumme wurde schließlich für den Druck der Flyer eingesetzt.

Ein ganz besonderer Dank geht außerdem an all unsere fleißigen Unterstützer:innen: Jennifer Winter (foodsharing Schöningen), Katharina Durow (Penny Schöningen), René Harting (Marktkauf Schöningen), Nadine Kummert (Tafel Helmstedt) und Christine Tappiser u.v.m.