Kategorie: Physik

Physik-Leistungskurs besucht Umspannwerk und Windkraftanlagen

Am 19. März 2026 unternahm der Physik-Leistungskurs von Herrn Englisch eine spannende Exkursion zur Landwind-Gruppe in Gevensleben. Die Veranstaltung wurde durch die Landwind-Gruppe ermöglicht und bot den Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in die Welt der modernen Energieerzeugung und -übertragung.

Unter der fachkundigen Leitung von Henry Fischer, Mitarbeiter der Landwind-Gruppe, durfte der Kurs direkt im Umspannwerk zentrale abiturrelevante Themen erleben. Hier wurden nicht nur die massiven Kupferkabel zur Stromübertragung besichtigt, sondern auch die digitale Vernetzung über Glasfaser zwischen Windkraftanlagen und Umspannwerk erklärt. Diese Glasfaserverbindungen werden unter anderem für die präzise Regeltechnik benötigt.

Besonderes Interesse weckte der große Transformator, über den der Strom in das Netz des Betreibers eingespeist wird. Neben dem Trafo befindet sich ein Kompensationsraum mit Kondensatoren. Die sogenannte Blindleistungskompensationsanlage wirkt induktiven Ereignissen, wie beispielsweise der Energie für den Auf- und wieder Abbau des Magnetfeldes im Transformator, durch kapazitive Einflüsse über Aufnahme und wieder Abgabe der Energie im elektrischen Feld des Kondensators entgegen. Dadurch entlastet diese wichtige Anlage das Netz von Blindleistung zugunsten der Wirkleistung. Im Wesentlichen bilden diese technischen Elemente einen Schwingkreis mit einer Resonanzfrequenz, die der bekannten Netzfrequenz von 50 Hertz entspricht – ein praktisches Beispiel für ein Thema, das im Unterricht zuvor experimentell untersucht wurde.

Niklas Paluch von der Landwind-Gruppe ermöglichte zudem einen Blick in das Innere einer modernen Windkraftanlage. Die Jugendlichen erfuhren, dass die Türme aus Fertigbetonringen bestehen und auf einem breiten, aber nur drei Meter tiefen Fundament stehen. Die neuesten Anlagen, wie etwa die Nordex N163/6.X im Zuge des Repowerings, zeigten eindrucksvoll die technischen Fortschritte in der Windenergie.

Der Physik-Leistungskurs zeigte sich begeistert von den praxisnahen Eindrücken. Besonders bewusst wurde den Schülerinnen und Schülern, wie wichtig Fachkompetenzen in Bereichen wie Energiespeicherung und Netztechnik für die Zukunft sind. Zum Abschluss bedankte sich der Kurs herzlich bei der Landwind-Gruppe für die spannenden Einblicke in die Welt der erneuerbaren Energien.

Forschen, staunen und entdecken – der Schnuppertag 2026 am Gymnasium Anna-Sophianeum

Rund 150 neugierige Viertklässlerinnen und Viertklässler waren heute bei uns zu Gast und erlebten einen lebendigen, abwechslungsreichen und rundum gelungenen Vormittag. Nach einer schwungvollen musikalischen Begrüßung durch die Bläserklasse 5bl unter Leitung von Frau Ecksturm-Rudd ging es direkt los. Unsere Patenschüler nahmen die Kinder mit auf eine spannende Reise durch unsere Schule.

Ob beim Experimentieren in Physik und Chemie, beim Eintauchen in fremde Sprachen oder auf Schatzsuche – überall wurde gestaunt, ausprobiert und gelacht.

Fazit des Tages: Viele neue Eindrücke, strahlende Gesichter und ganz viel Begeisterung. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen!

Forschernacht September 2023

Am 29.09.2023 war es zum zweiten Mal in diesem Jahr wieder so weit: Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Schöninger Gymnasiums Anna-Sophianeum machten sich auf, im schuleigenen Wald zu forschen und zu campen. Seit der Coronapandemie bietet das Gymnasium zweimal jährlich seinen Schülerinnen und Schülern ein Forschercamp an. Pädagogisches Ziel ist es, dass die Kinder zusammen mit Mitschülern und einigen Lehrkräften aus ihrem hektischen Alltag herauszukommen und entschleunigt die Natur bei viel Spaß erfahren und genießen können. Nach Ankunft im Schulwald errichteten die Schülerinnen und Schüler ein Zeltlager in der Nähe der Forschungsstation, das als Material- und Proviantlager dient. Als Ersterkundung des weitläufigen Schulwaldgeländes suchten die Kinder von den Lehrkräften versteckte „Schätze“, die abends am Lagerfeuer gegrillt werden sollten. Anschließend machten sich die Schülerinnen und Schüler an den diesmaligen Forschungsschwerpunkt, die Untersuchung der botanischen Artenvielfalt im Schulwald, wobei das vormalige Forschercamp im Zeichen der Bodenfauna stand.

Zusammen mit ihren Lehrkräften untersuchten die Kinder die Bäume und Sträucher des Schulwaldes. Zu den duzenden 2011 gepflanzten Baumarten gesellten sich in den Jahren zahlreiche weitere Baum- und Straucharten hinzu. Auch viele verschiedenen Fruchtbaumarten wie Apfel, Kirsche und Birne verschiedenster Sorten sind im Schulwald heimisch, sodass die Schülerinnen und Schüler allerhand Schwieriges zu bestimmen hatten. Bevor es nach getaner Forschungsarbeit aber ans rustikale Nudel-Abendessen gehen konnte, wurden noch die Schultelekope für die geplanten Mondbeobachtungen in Stellung gebracht und von den Kindern an entfernt stehenden Windrädern justiert. Geplant waren Erkundungen des östlichen „Mondmeeres der Gefahren“ (Mare Crisium) und seiner Umgebung. Dafür konnten die Kinder am abendlichen Lagerfeuer singen, die gefundenen Marshmallow-Schätze rösten und im Dunkeln durch den verzaubert wirkenden Schulwald streifen. Nach einer kurzen Nacht wurden die erschöpften, aber glücklichen Kinder von ihren Eltern abgeholt. Die Lehrkräfte sind sich einig, das nächste Forschercamp kommt gewiss, denn die Kinder profitieren emotional, sozial und ökologisch enorm davon und haben jede Menge Spaß.

DLR SCHOOL-LAB BRAUNSCHWEIG – eine 10-jährige Tradition am Anna-Sophianeum

Am Anna-Sophianeum gibt es jährlich einen oder zwei Physikkurse auf erhöhtem Niveau (ehemaliger Leistungskurs) sowie ein bis zwei Kurse auf grundlegendem Niveau (ehemaliger Grundkurs). Durch gute Werbung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind wir auf das Angebot des School-Lab (Schul-Labor) in Braunschweig aufmerksam geworden und nutzen es seit mittlerweile 10 Jahren für Exkursionen im Fach Physik für unsere Kurse in Physik.

Wir vom Anna-Sophianeum planen und fahren jedes Jahr mit den Leistungskursen des 12. Jahrganges am Ende des 2. Semesters (2. Schulhalbjahres der 12. Klasse) sowie im darauffolgenden Jahr mit demselben Kurs des 13. Jahrganges am Ende des 3. Semesters (1. Schulhalbjahr der 13. Klasse) nach Braunschweig. So waren am 21.06.23 der Physikkurs PH124 von Frau Dankert und am 22.06.23 der Physikkurs PH224 von Frau Roßkothen im DLR School-Lab. Die Rückmeldungen seitens unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind immer positiv und begeisternd – bei einigen der Ausschlag für einen Berufseinstieg beim DLR.

Am Ende des 2. Tages in diesem Schulhalbjahr schrieb Frau Roßkothen in das Gästebuch: „Oh wie schön, die Schüler*innen sind begeistert und mega motiviert. Ich habe wieder neue tolle, zukünftige Experimente (nun auch für die Informatikkurse) kennengelernt. Hier ist es jedes Mal wieder auf’s Neue spannend! Vielen, vielen Dank – Susann Roßkothen“

Infos zum DLR School-Lab:

Das DLR School-Lab in Braunschweig macht die faszinierenden Forschungsthemen Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr für Schulklassen des 5 bis 13. Jahrgangs erlebbar. An verschiedenen Experimenten können die Arbeiten der wissenschaftlichen Institute vor Ort nachvollzogen werden. Flugführung, Flugmechanik, Aerodynamik – hinter diesen Fachbegriffen verbergen sich spannende Projekte und interessante Berufsbilder. Spielerisch und unter fachkundiger Anleitung werden aus Kindern und Jugendlichen einen Tag lang Nachwuchsforscher. An Versuchsständen können die Jugendlichen High-Tech-Berufe kennenlernen und ihre Fähigkeiten testen. Neben spannenden Experimenten wie „Windkanal“ und „Flugsimulator“ können die Schüler u.a. auch das Thema Satellitennavigation am Beispiel des Bahnverkehrs kennenlernen, ein eigenes Fahrerassistenzsystem programmieren sowie am Fahrsimulator ein aktuelles System aus der Forschung testen. Unvergesslich ist auch der Blick auf die Erde im Experiment „Mission ISS“, bei dem die Internationale Raumstation mittels Virtual Reality erkundet werden kann und sogar ein „Spacewalk“ auf dem Plan steht. Unter welcher Bedingung Objekte schweben oder wie sich Flüssigkeiten in der Schwerelosigkeit verhalten, kann an einem Fallturm im freien Fall ausprobiert werden. Durch die Zeitlupenaufnahmen werden die Auswirkungen der Mikrogravitation eindrucksvoll sichtbar, sodass der Versuch anschließend im Detail analysiert werden kann.

Sibylle Bade (Fachschaftsleitung Physik)