Im historischen Herzoginnensaal des Schlosses Schöningen fand am 17. Dezember der Schulwettbewerb Jugend debattiert des Gymnasiums Anna-Sophianeum statt. Die Teilnehmenden setzten sich engagiert mit zwei aktuellen Streitfragen auseinander: „Soll eine allgemeine Dienstpflicht für Rentnerinnen und Rentner eingeführt werden?“ sowie „Sollen Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen?“




In eindrucksvollen Debatten überzeugten die Schülerinnen und Schüler durch fundierte Argumentation und respektvollen Austausch. Den ersten Platz belegten Svea Jordan und Jasper Reck aus den 10. Klassen.
Schulleiter Michael Märtens würdigte den Wettbewerb als wichtigen Beitrag zur politischen Bildung: „Debattieren bedeutet, den eigenen Standpunkt sachlich zu begründen und andere Perspektiven ernst zu nehmen. Genau das brauchen wir für eine lebendige Demokratie.“

Der Wettbewerb leistet einen entscheidenden Beitrag zur Demokratiebildung am Anna-Sophianeum. Er steht zugleich im Einklang mit den bildungspolitischen Zielen der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Niedersächsischen Landesregierung, die eine Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe und des Abiturs mit Blick auf Zukunftskompetenzen, Kommunikationsfähigkeit und moderne Leistungsformen vorsehen. Hierbei geht es u. a. darum, Schülerinnen und Schüler stärker in mündliche, dialogische und reflexive Leistungsformen einzubinden und Schule auf die Anforderungen einer offenen Gesellschaft auszurichten.
Ein besonderes Novum am Anna-Sophianeum: Eine dem Wettbewerb im Unterricht vorausgegangene Debatte ersetzte erstmals eine schriftliche Klassenarbeit des 9. Jahrgangs im Fach Deutsch. Märtens dazu: „Mit dieser Form der Leistungsüberprüfung stärken wir nicht nur die Argumentationsfähigkeit, sondern setzen ein Zeichen dafür, dass Schule vielfältige Begabungen anerkennt.“































