Autor: H. Lang

Erfolg beim Kunstwettbewerb „Jugend gestaltet“ – Anna-Sophianeum im Landeskunstwettbewerb in Hannover vertreten

Ein großer Erfolg für unser Gymnasium: Die Malerei von Alva Mielke, aus der Klasse 9c des Gymnasium Anna-Sophianeum befindet sich unter den 113 ausgewählten Kunstwerken des „23. Landeskunstwettbewerbes Jugend gestaltet“.

Alvas Werk „Das Schönheitsideal im Laufe der Zeit“ wurde aus über 1.000 Arbeiten nominiert und für die Ausstellung, welche vom 14.3. bis zum 5.4.2026 in der Städtischen Galerie KUBUS in Hannover zu sehen sein wird, ausgewählt.

Kunst AG als Teil der Begabtenförderung

Im Rahmen der Begabungsförderung im Fachbereich Kunst (momentan wird die Kunst AG und Wettbewerbsteilnahme für „Jugend gestaltet“ von Frau Zechmeister organisiert) haben 14 Schülerinnen des Gymnasiums Anna-Sophianeum beim 23. Landeskunstwettbewerb in Hannover ihre Werke eingereicht.

Das Werk von Alva Mielke „Das Schönheitsideal im Laufe der Zeit“ ist als Teil einer Serie von Malerei und Zeichnungen im Rahmen der Projektwoche am Gymnasium Anna-Sophianeum im August 2025 in einer einwöchigen Projektarbeit im Fachbereich Kunst entstanden.

„Musik verbindet!“ – Bläserkonzert gemeinsam mit Ensemble Klingend Bb aus Königslutter

Am 15. März 2026 fand am Gymnasium Anna-Sophianeum Schöningen erstmals ein gemeinsames Bläserkonzert statt, bei dem die Bläserklasse 6, das Schulorchester des Gymnasiums sowie das Holz- und Blechbläserensemble Klingend Bb aus Königslutter zusammen auf der Bühne standen. Unter der musikalischen Leitung der verantwortlichen Lehrkräfte und Ensembleleitungen präsentierten die jungen und erwachsenen Musikerinnen und Musiker ein abwechslungsreiches Programm mit bekannten Stücken aus Film, Pop und Rock.

Den Auftakt bildete „Circle of Life“, das bereits eindrucksvoll zeigte, wie gut die Zusammenarbeit der verschiedenen Ensembles funktionierte. Unter der Leitung von Antje Ecksturm-Rudd zeigte sich zunächst die Bläserklasse 6, deren Schülerinnen und Schüler ihre Instrumente erst seit rund eineinhalb Jahren spielen, bereits als klanglich gewachsenes Ensemble. Das Schulorchester, dirigiert von Evelyn Winnekens, überzeugte mit abwechslungsreichen Beiträgen aus Film- und Popmusik. Das Ensemble Klingend Bb unter der Leitung von Thomas Mühlenbroich brachte zusätzlich musikalische Erfahrung und klangliche Vielfalt ein. Durch die gemeinsame Mitwirkung aller Gruppen entstand ein besonders eindrucksvolles Konzertprogramm, das sowohl Einzelbeiträge als auch zahlreiche gemeinsame Stücke des Schulorchesters und Kingend Bb umfasste. Höhepunkte waren unter anderem Filmmusik-Titel, sowie mitreißende Arrangements bekannter Songs.

Dem Konzert war eine intensive Probenphase vorausgegangen, in der die Ensembles zunächst getrennt und erst kurz vor der Aufführung gemeinsam musizierten. Möglich wurde dies durch zusätzliche Probentage, die für alle Beteiligten zwar anstrengend, zugleich aber musikalisch sehr bereichernd waren.

Zum Gelingen des Konzertnachmittags trugen neben den 70 Musikerinnen und Musikern viele weitere Mitwirkende bei: die Fachgruppe Musik, die Event-AG unter Leitung von Christiane Droz, die  Publikum und Mitwirkende in der Pause mit Kaffee und Kuchen stärkte, die Veranstaltungs-AG mit Christopher Englisch und Benjamin Krasper (Klingend Bb), die für Ton, Licht und Fotos zuständig waren, sowie die Eltern, die ihre Kinder bei Proben und Konzert unterstützten. Den festlichen Abschluss bildete ein gemeinsames Finale aller Ensembles, bei dem sich der Gedanke „Musik verbindet“ eindrucksvoll bestätigte.

Auch die Zugabe sorgte noch einmal für große Begeisterung: Mit dem mitreißenden Klassiker „Sweet Caroline“, einem echten Ohrwurm, wurde die ohnehin sehr positive Resonanz aus dem Publikum zusätzlich verstärkt. Die durchweg begeisterten Reaktionen von Publikum, Eltern und Musizierenden machten deutlich, wie besonders dieses erstmals veranstaltete Bläserkonzert war. Die Freude über die gelungene Premiere in der voll besetzten Pausenhalle ist groß – und die Vorfreude auf eine Fortsetzung dieses gemeinsamen musikalischen Projekts ist bereits jetzt deutlich spürbar.

„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“ – Theaterbesuch in Halberstadt

Schülerinnen und Schüler der Q1 am Gymnasium Anna-Sophianeum Schöningen erleben „Die Dreigroschenoper“ nicht nur im Unterricht sondern auch live im Theater.

Am Montag, den 16. März 2026, fuhren die Schülerinnen und Schüler des Kurses Darstellendes Spiel von Frau Lobach und des Deutsch-Leistungskurses von Frau Ostermeyer, beide Q1 am Gymnasium Anna-Sophianeum in Schöningen, zum Harztheater nach Halberstadt. Passend zum Unterrichtsthema: Bertolt Brecht und das Epische Theater besuchten sie „Die Dreigroschenoper“.

Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler von der Hausregisseurin Frau Vogtenhuber-Freitag eine kurze Einführung in das Stück. Es wurden wichtige historische und biografische Hintergründe zu Brecht und den 1920er Jahren sowie zentrale Aspekte der Handlung des Stückes erklärt. Dadurch wurden alle auf die Aufführung vorbereitet. Der Kurs Darstellendes Spiel, welcher der erste Abiturprüfungskurs am Gymnasium Anna-Sophianeum darstellt, hatte sich im Unterricht mit dem Inhalt der Oper und Brechts besonderen Inszenierungstechniken bereits beschäftigt. Sodass durch die Einführungsveranstaltung vor allem der Blick auf die theatralen Gestaltungsmittel geschärft wurde.

Schon zu Beginn der Inszenierung wurde ein Überraschungseffekt eingesetzt. So begann die erste Szene nicht wie sonst üblich mit dem typischen allseits bekannten Song „Und der Haifisch, der hat Zähne“, sondern mit einer Gesprächsrunde, in der verschiedene 1920er Jahre-typische Aspekte wie schöne Kleider, wichtige Persönlichkeiten usw. zusammengetragen wurden. Schnell wurde deutlich, dass das oft stilisierte Image dieses Jahrzehnts in Kontrast zur historischen Realität steht. Nach dem Auftakt, der bereits zum Nachdenken anregte, erklangen die ersehnten Töne des Vorspiels zur Moritat von Mackie Messer gespielt vom Orchester. Dieses befand sich im Orchestergraben und wurde vom Chefdirigenten und Intendanten des Harztheaters, Herrn Rieger, persönlich geleitet. Die Schülerinnen und Schüler des Darstellendes Spiel-Kurses sangen dabei sogar leise mit. Sie kannten den Text aus ihrer letzten Klausur, in der sie selbst eine Inszenierung dieses Songs vornahmen.

Die Darstellung der Figuren, die pragmatischen Kulissen und einfachen Brecht-typischen Requisiten, wie ein weißes Sofa auf Rollen oder ein Glaskasten als Gefängnis, aber auch die eingängigen musikalischen Elemente trugen dazu bei, die Handlung spannend und anschaulich zu gestalten- episch eben.

Die Schülerinnen und Schüler waren von der Aufführung begeistert. „Das Stück war nicht schön, aber hervorragend inszeniert.“ sagte Finja Mielnik. Leonie Bruns ergänzte: „Mein Gänsehaut-Moment war der, als alle Schauspielerinnen und Schauspieler rund um das Publikum standen und gemeinsam im Chor sangen.“

Der Theaterbesuch war ein voller Erfolg und nicht nur eine Abwechslung, sondern auch eine inhaltliche Ergänzung zum Unterricht, die die Begeisterung für Theater und Literatur weiter intensivierte.

Großer Auftritt, große Ziele: Tanz-AG des Gymnasiums Anna-Sophianeum holt Silber und qualifiziert sich fürs Bundesfinale

Am 17. März 2026 machte sich die Tanz-AG des Gymnasium Anna-Sophianeum bereits in den frühen Morgenstunden auf den Weg nach Laatzen. Ziel war die Albert-Einstein-Gesamtschule Laatzen, an der der diesjährige Schulsportwettbewerb Tanzen ausgetragen wurde. Insgesamt 22 Tänzerinnen traten in den Altersklassen U14 und U18 in den Kategorien Duo und Formation an.

Den Auftakt des Wettkampftages machten die Duos. Für das Anna-Sophianeum gingen Bailee Bawohl und Hannah Thiel an den Start. Mit ihrer eigenen Choreografie zum Song „All of Me“ von John Legend, unterstützt von AG-Trainerin Bernadette Sievert, überzeugten sie auf ganzer Linie. „Das waren mit Abstand die bestgezeigten Durchgänge!“, lobte Sievert im Anschluss stolz. Auch die drei Wertungsrichter teilten diese Einschätzung und belohnten die Darbietung mit einem hervorragenden 2. Platz von insgesamt 11 Duos.

In der Kategorie Formation U14 präsentierten die jüngsten Tänzerinnen zwei ausdrucksstarke Runden und erreichten einen starken 6. Platz. Für einige von ihnen war es der erste Wettkampf überhaupt – ein ganz besonderer Moment. Die Nervosität war entsprechend groß, wie eine Tänzerin kurz vor dem Auftritt schilderte: „Ich bin so aufgeregt, aber ich freue mich auf unseren Auftritt!“ Für die U14 gingen Midia Ibrahim, Milia Kley, Hannah Koletzko, Anna Krause, Isabell Lautenschläger, Ida Ohrowsky, Neyla Ottens und Nikol Prymachenko an den Start.

Ein klares Ziel verfolgten die Tänzerinnen der Altersklasse U18: die Qualifikation für den Bundeswettbewerb. Diese Zielstrebigkeit war bei allen zwölf Teilnehmerinnen deutlich spürbar. Viele von ihnen tanzen zusätzlich in verschiedenen Leistungsmannschaften im Landkreis Helmstedt und brachten ihre Erfahrung eindrucksvoll auf die Fläche. Nach dem ersten Durchgang wurde die eigene Leistung kritisch anhand von Videoaufnahmen analysiert, um gezielt Verbesserungen für das Finale umzusetzen.

Mit Erfolg: Die Formation der Jahrgänge 7 bis 9 zeigte zwei energiegeladene Durchgänge und wurde mit einer klaren Wertung auf den 2. Platz gesetzt. Damit sicherten sich Malin Howorka, Fentje Jonas, Lina Kleve, Mia Krause, Lotta Kühne, Milly Löhning, Valentina Rauschke, Jette Rossmanit, Alissa Scheifer, Merle Schilling, Lilli Sucker und Nele Teitge das Ticket für den Bundeswettbewerb am 13. Juni 2026 in Frankfurt-Höchst.

Nach einem langen Wettkampftag überwog am Ende die Freude über die erzielten Erfolge. Die Tanz-AG des Anna-Sophianeums kann stolz auf ihre Leistungen sein – und blickt nun mit großer Vorfreude auf den kommenden Bundeswettbewerb.

Bericht Probentage 2026: Musik verbindet!

Am Mittwoch, 11. März 2026 trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Musikensembles Chor, Band und Orchester nicht, wie üblich, in der Schule, sondern direkt am Morgen im Kloster St. Ludgerus in Helmstedt für ihre Probentage. Nach dem Beziehen der Zimmer und dem Einrichten der Probenräume hatten Juliane und Hanna zunächst einige ausdrücklich nicht peinliche Spiele vorbereitet, die dafür sorgten, dass sich jahrgangsübergreifend alle schnell kennenlernten und miteinander ins Gespräch kamen. Danach wurde fleißig geprobt. Der Chor übte intensiv in dem gemütlichen Dachraum an verschiedenen Pop-Songs wie „Empire State of Mind“ und auch gemeinsam mit der Band.

Während die Band mit Herrn Wroblewski nach dem erfolgreichen Auftritt auf dem HelmFest Mammut-Warm Up vor allem neue Songs einstudierte, befand sich das Orchester mit Frau Winnekens schon auf der Zielgeraden, da am Sonntag, 15. März schon das Bläserkonzert anstand. In diesem Schuljahr spielt das Schulorchester nicht nur für sich bei den Schulkonzerten, sondern auch mit anderen Orchestern zusammen. Daher waren die Musikerinnen und Musiker am Mittwochabend im Gymnasium Julianum, das nur wenige Fußminuten vom Kloster entfernt liegt, zu Gast, um dort zusammen mit dem Streichensemble des Julianums und mit dem Musikschulorchester für den Festakt des 60-jährigen Musikschuljubiläums am 9. Mai im Brunnentheater zu proben. Da das Schulorchester noch nie mit Streichern zusammengespielt haben, war das eine tolle neue Erfahrung. Einige Band- und Chormitglieder und kamen solidarisch zum Zuhören mit.

Am Donnerstag gab es dann eine weitere Premiere: Zum ersten Mal war auch die Bläserklasse 6 mit Frau Ecksturm-Rudd für einen Tag bei den Probentagen dabei und übte ebenfalls fleißig für den Auftritt beim Bläserkonzert im barocken Kaisersaal, der eine ganz andere Atmosphäre mit sich brachte als das Schulgebäude. Bei der Gelegenheit schlossen sich Bläserklasse 6, Chor, Band und Orchester zu einer gemeinsamen Probe zusammen, um mit ca. 60 Personen das Abschlussstück für das Sommerkonzert zu proben. Da so viele Leute nicht in den Speisesaal passten, zogen wir für das Mittagessen in den urigen und mit Lichterketten gemütlich geschmückten Gewölbekeller des Klosters. Danach besuchten uns die Instrumentallehrer der Kreismusikschule Helmstedt und coachten die Bläser in Stimmproben. Das Orchester konnte danach sogar den sehr anspruchsvollen Michael-Jackson-Hit-Mix spielen. Am Abend kamen noch die Musikerinnen und Musiker von „Klingend Bb“ dazu, um die vielen gemeinsamen Stücke für das Bläserkonzert zu proben. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der Anstrengung der vergangenen zwei Tage klappte es richtig gut, trotz der späten Uhrzeit, die die Schülerinnen und Schüler aber nicht davon abhielt, danach in sehr großer Runde „Werwolf“ zu spielen.

Nach der Feinschliff-Probe am Freitag wurde gemeinschaftlich abgebaut. Neben den sehr produktiven Proben wird bei diesen Probentagen auch die jahrgangsübergreifende Gemeinschaft in Erinnerung bleiben, die sich beispielsweise in den nach und nach immer größer werdenden und ensembleübergreifenden Werwolf-Runden gezeigt hat. Viele wünschten sich danach, dass künftige Probentage eher eine Probenwoche werden.

Anna-Sophianeum in Kunstausstellung „OpenArt“ in Helmstedt vertreten

Unsere engagierten Schülerinnen der Kunst AG Begabtenförderung aus den Klassen 6 bis Q2 nehmen an der Kunstausstellung „Open Art! – Junge Kunst in alten Mauern“ in Helmstedt Teil. Die Werke aus Themenbereichen Comic, Porträt, Stillleben bis Assemblage als modellierte Plastik auf Leinwand wurden am Sonntag, 15. März 2026, im PFERDESTALL Helmstedt, Am Ludgerihof 5 in 38350 Helmstedt präsentiert.

Laut Organisatoren stellt Open Art! einen Ort dar, den du mit deiner Kunst und gemeinsam mit anderen jungen Menschen gestaltest. Von Musik über Poetry Slam und Theater bis hin zur klassischen Kunst in Form von Bildern, Skulpturen, Fotografien oder Installationen: All das und noch vieles mehr verwandelt den Pferdestall für einen Tag in einen besonderen Raum, der inspiriert, Talente zeigt und zum Eintauchen einlädt. Die Kunstwerke können dort noch für mehrere Wochen bewundert werden.

Kunst AG als Teil der Begabtenförderung

Im Rahmen der Begabungsförderung im Fachbereich Kunst bietet das Gymnasium Anna-Sophianeum die Kunst AG Begabtenförderung an. Es kann an selbst gewählten Projekten mit den Techniken wie Aquarell, Acryl auf Leinwand, Bleistiftzeichnung, Kreide, modellierend im dreidimensionalen Bereich der Plastik oder auch in Collageform gearbeitet werden. Die gängigen Themen der bildenden Kunst wie Stillleben, Porträt und Landschaftsmalerei können erprobt werden.

Schülerforschungsprojekt untersucht Zinnkraut als mögliche Perspektive in der Krebsforschung

Von der Schulidee zum Forschungsansatz

Was als grundlegende Projektidee in einer Schulprojektwoche begann, hat zwei junge Forschende bis in den Landeswettbewerb von Jugend forscht geführt. Lukas Bucan und Tara Mertins untersuchten im Rahmen ihres Projekts „Altes Wissen neu Denken: unscheinbares Unkraut als neue Perspektive in der Onkologie“ die Wirkung von Zinnkraut-Extrakt auf Brustkrebszellen – mit bemerkenswerten Ergebnissen.

Die Idee entstand während einer BNE-Projektwoche am Gymnasium Anna-Sophianeum zum Thema „Falsche Heiler“. Dabei stießen die Schülerinnen und Schüler auf die teilweise umstrittene österreichische Kräuterexpertin Maria Treben und ihr Buch „Heilkräuter aus dem Garten Gottes“, in dem Zinnkraut zahlreiche heilende Eigenschaften zugeschrieben werden. Aus dieser Beschäftigung entwickelte sich eine Forschungsfrage: Könnten Inhaltsstoffe dieser Pflanze tatsächlich biologische Effekte auf Krebszellen haben?

Seit der Projektwoche arbeiten Bucan und Mertins kontinuierlich an ihrem Projekt und führten ihre Experimente im Kerstin-Reimer-Labor der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durch. Betreut wurden sie von der Laborleiterin Dr. rer. nat. Sarah Strauß, unterstützt vom wissenschaftlichen Team des Labors. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand der Einfluss von Zinnkraut-Extrakt auf eine aggressive Brustkrebszelllinie (MDA-MB-231). Diese wurde mit gesunden Brustepithelzellen verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Extrakt die Vermehrung der Krebszellen hemmen und gezielt programmierten Zelltod (Apoptose) in den Tumorzellen auslösen kann. Darüber hinaus deuteten die Versuche darauf hin, dass der Extrakt Makrophagen – wichtige Zellen des Immunsystems – stimulieren könnte.

„Unsere Ergebnisse sind vielversprechend, lassen sich aber noch nicht verallgemeinern“, erklären die beiden Nachwuchsforschenden. Die Experimente wurden bislang nur in wenigen Durchläufen durchgeführt und beschränkten sich auf eine einzige Zelllinie. Weitere Untersuchungen wären notwendig, um die Beobachtungen zu bestätigen.

Während ihrer Arbeit konnten Bucan und Mertins moderne molekularbiologische Methoden kennenlernen und selbst anwenden, darunter PCR-Array sowie Caspase-3/7-Assays zur Untersuchung von Zelltodprozessen. Viele der Inhalte knüpften dabei direkt an Themen aus dem Biologieunterricht an.

„Wir haben uns riesig über den Erfolg gefreut. Besonders spannend war für mich, dass ich viele Dinge aus dem Biologieunterricht tatsächlich im Labor anwenden konnte“, freut sich Tara Mertins.

Ein großer Teil der Forschungsarbeit entstand in den Ferien. Unterstützt wurden die Jugendlichen von den Wissenschaftlerinnen des Labors – bemerkenswert: Alle fest angestellten Mitglieder des Teams sind Frauen. Die Zusammenarbeit ermöglichte den Nachwuchsforschenden einen intensiven Einblick in den Alltag moderner biomedizinischer Forschung. Der Einsatz zahlte sich aus: Beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht erreichte das Projekt den 1. Platz in der Sparte Biologie und erhielt zusätzlich einen Sonderpreis im Bereich Medizin. Damit qualifizierten sich die beiden für den Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld.

Das Projekt zeigt deutlich, wie mit dem passenden Engagement aus einer Schulidee ein ernstzunehmender Forschungsansatz entstehen kann.


UPDATE: Beim Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld konnte das Duo den zweiten Platz erreichen. Herzlichen Glückwunsch!

Ankündigung: Schnuppertag 2026

Liebe Grundschulkinder,

endlich ist es wieder soweit! Wir freuen uns darauf, euch am Freitag, 17. April 2026, an unserer Schule begrüßen zu dürfen.

Wir treffen uns um 8:00 Uhr in unserer Pausenhalle, wo euch eure Patenschüler in Empfang nehmen werden und euch zu euren Kursen begleiten. Wir haben für euch ein buntes Programm mit viel Spiel und vor allem Spaß zusammengestellt! Bei explosiven Experimenten, Sprachreisen um die Welt und Entdeckertouren werdet ihr euch auf die Spuren der Vergangenheit begeben, Raketen steigen lassen oder auch dem einen oder anderen Monster begegnen.

Die Anmeldung zum Schnuppertag läuft über eure Grundschulen, die bereits die Anmeldebögen erhalten haben. Sprecht eure Lehrkräfte gerne an. Falls eure Grundschule nicht an dem Schnuppertag teilnehmen sollte, könnt ihr euch auch gerne unter folgender E-Mail persönlich anmelden: domma@anna-sophianeum.net

Ihr müsst nichts weiter mitbringen als hallentaugliche Sportschuhe, Verpflegung und gute Laune! Für alles andere sorgen wir!

Falls ihr von dem ganzen Schnuppern doch hungriger werdet als geplant, könnt ihr in unserer Cafeteria „essbar“ alles kaufen, was das Herz oder der Magen begehren.

Der Schnuppertag dauert bis ca. 12:00 Uhr. All diejenigen, die immer noch nicht genug haben sollten, finden außerdem eine Vielzahl von witzigen Videos, Rätseln, Experimenten und vieles mehr auf unserer Homepage (digitaler Schnuppertag auf www.anna-sophianeum.de).

Wir freuen uns sehr darauf euch kennenzulernen!

Mit den besten Grüßen aus Schöningen
Wibke Domma (Koordinatorin Sekundarstufe I)

Englisches Theaterstück bewegt Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Anna-Sophianeum Schöningen

Schöningen. Ein besonderes kulturelles Highlight erwartete die Jahrgänge 9 und 10 des Gymnasiums Anna-Sophianeum am Freitag, den 20. Februar 2026: In der Pausenhalle gastierte das White Horse Theatre mit dem englischsprachigen Stück „Sticks and Stones“ – einem eindrucksvollen Theaterstück zum Thema Mobbing.

Die Aufführung fand komplett in englischer Sprache statt, da die Schauspielerin und die beiden Schauspieler Muttersprachler waren. Somit boten sie den Schülerinnen und Schülern nicht nur ein authentisches Hörverstehen, sondern auch eine intensive Auseinandersetzung mit einem hochaktuellen Thema. Im Mittelpunkt des Stücks standen Jugendliche, die mit Ausgrenzung, Beleidigungen und körperlicher Gewalt konfrontiert waren. Eindrücklich zeigte die Inszenierung, wie verletzend Worte und Taten sein können – und dass das „Wegsehen“ der anderen das Problem oft verschärft.

Gleichzeitig machte „Sticks and Stones“ Mut: Das Stück vermittelte klare Botschaften darüber, was Betroffene gegen Mobbing unternehmen können, welche Rolle Freundinnen und Freunde spielen und an wen man sich wenden kann, wenn man Hilfe braucht. Lehrer und Beratungslehrer sowie Mitschülerinnen und Mitschüler wurden dabei als wichtige Unterstützer hervorgehoben. Besonders eindrucksvoll war, wie die Figuren im Verlauf der Handlung die Schülerinnen und Schüler aufforderten, füreinander einzustehen, Verantwortung zu übernehmen und gegen Mobbing aufzustehen.

Die minimalistische Bühnenausstattung lenkte den Fokus ganz auf das intensive Spiel der Schauspielerinnen und Schauspieler, die mit viel Energie und Authentizität überzeugten. „Im Stück wurde auf einfache, aber eindrucksvolle Weise dargestellt, was Mobbing bewirken kann und was man dagegen unternehmen kann. Dass das Publikum mit einbezogen wurde, hat die Botschaft besonders verstärkt.“ (Anakin 9b)

Im Anschluss an die Vorstellung hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, Fragen zu stellen. In einem offenen Gespräch erkundigten sie sich sowohl nach der Entstehung des Stücks als auch nach dem Berufsalltag der Darstellenden. Dabei stellte sich heraus, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler mehrere Monate im Jahr durch Deutschland touren, um englisches Theater direkt an die Schulen zu bringen. Das Publikum nutzte die Fragerunde rege – es ging um Lampenfieber, Probenarbeit, Lieblingsrollen und darum, wie realistisch die dargestellten Mobbing-Situationen seien. Die Schauspieler betonten, dass viele Szenen auf realen Erfahrungen basieren und sie das Thema bewusst sensibel und lebensnah umsetzen wollten.

Mit viel Applaus endete eine Veranstaltung, die nicht nur die Englischkenntnisse förderte, sondern vor allem zum Nachdenken anregte. Das Theaterstück setzte ein deutliches Zeichen gegen Mobbing – eine Botschaft, die am Gymnasium Anna-Sophianeum groß geschrieben wird.

Gewässerökologische Arbeit am Gymnasium Anna-Sophianeum

Unterhaltungsverband Schunter übergibt Materialien für Gewässerökologische Exkursionen

Im Rahmen des Biologieunterrichts der Qualifikationsphase führt das Gymnasium Anna-Sophianeum regelmäßig gewässerökologische Exkursionen an einem renaturierten Abschnitt der Schunter in Ochsendorf durch. Der gut zugängliche Gewässerabschnitt direkt am Ortseingang bietet ideale Bedingungen für die praktische Arbeit im Rahmen der Unterrichtseinheit „Ökosystem Fließgewässer“.

Die Organisation und Vorbereitung des Exkursionsbereiches erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungsverband Schunter. Ansprechpartner sind Herr Denneberg und Frau Genge, die insbesondere die Terminabsprachen koordinieren und für die Mahd sowie die Begehbarkeit des Gewässerabschnitts sorgen. Der Verband ist für die Unterhaltung von Gewässern II. Ordnung und der dem Wasserabfluss dienenden Anlagen zuständig. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem der Ausbau einschließlich naturnahem Rückbau an Gewässern, der Bau von Anlagen in und an Gewässern, der Erwerb und die Pflege von Flächen und Anlagen zum Schutz der Gewässer sowie die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft. Darüber hinaus engagiert sich der Verband in der Fortentwicklung von Gewässer-, Boden- und Naturschutzmaßnahmen und kann für seine Mitglieder Landschaftspflege- und Naturschutzarbeiten durchführen.

Im Rahmen der Exkursion bestimmen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Anna-Sophianeum wissenschaftspropädeutisch die Gewässergüte des renaturierten Abschnitts gemäß der Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Dabei werden nach einem standardisierten Verfahren biologische, chemische und physikalische Parameter sowie die Gewässerstrukturgüte erfasst. Aus den Einzelergebnissen wird abschließend die Gesamtbewertung ermittelt. Der untersuchte Abschnitt erreicht regelmäßig eine Gewässergüte von 1,5 bis 2 (auf einer fünfstufigen Skala) und erreicht damit einen guten Zustand.

Anlässlich seines 65-jährigen Bestehens im Jahr 2025 hat der Unterhaltungsverband Schunter beschlossen, Schulen, die an seinen Gewässern arbeiten, mit Untersuchungsmaterialien zu unterstützen. In diesem Zusammenhang werden dem Gymnasium Anna-Sophianeum für den Fachbereich Naturwissenschaften folgende Materialien übergeben:

  • drei Untersuchungskoffer für Wasser- und Bodenanalysen
  • drei Riesenbecherlupen
  • sechs Wathosen in verschiedenen Größen

Die Ausstattung ergänzt die gewässerökologischen Untersuchungen in besonderer Weise. So ermöglicht sie unter anderem die Begehung des Gewässers zur Erfassung und Bestimmung wirbelloser Wassertiere sowie die Analyse verschiedener Ionen (Phosphat-, Nitrat-, Nitrit- und Ammonium-Ionen) zur Bewertung des Nährstoffgehalts. Auf diese Weise lassen sich Aussagen über trophische Zustände (oligotroph bzw. eutroph) und ablaufende Stoffwechselprozesse treffen. Auch der Sauerstoffgehalt des Wassers kann bestimmt werden, wodurch Rückschlüsse auf Sauerstoffzehrung, Fäulnisprozesse und mögliche Faulschlammbildung möglich sind.

Die Exkursionen sind fest im Curriculum des Gymnasiums Anna-Sophianeum verankert. Die Lernenden interpretieren Ergebnisse freilandbiologischer Untersuchungen und leiten Aussagen zur Biodiversität ab. Sie präsentieren erhobene Daten zur Toleranz von Organismen gegenüber abiotischen Faktoren, stellen die ökologische Nische als Beziehungsgefüge zwischen Art und Umwelt dar und wenden labor- sowie freilandbiologische Methoden zur qualitativen und quantitativen Arterfassung sachgerecht an. Darüber hinaus planen sie Experimente zur Toleranz gegenüber ausgewählten Umweltfaktoren, führen diese durch, nehmen quantitative Daten auf und werten sie aus. Auch die Analyse von Ökogrammen im Hinblick auf interspezifische Konkurrenz ist Bestandteil der Unterrichtseinheit.

Fachlehrer Jan Kiehne betont die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit und der neuen Ausstattung: „Die gewässerökologischen Untersuchungen an der Schunter bieten unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ökologische Zusammenhänge direkt vor Ort wissenschaftlich fundiert zu erfassen und auszuwerten. Durch die großzügige Unterstützung des Unterhaltungsverbands Schunter mit den neuen Untersuchungskoffern, Becherlupen und Wathosen können wir noch praxisnäher und differenzierter arbeiten als zuvor. Das ist ein großer Gewinn für den naturwissenschaftlichen Unterricht am Gymnasium Anna-Sophianeum und fördert nachhaltiges Umweltbewusstsein in besonderer Weise.“